Der Reitsport ist in Deutschland und Österreich sehr beliebt, mit zahlreichen Turnierveranstaltungen jedes Wochenende. Leider kommt es dabei häufig zu Unfällen, was das Thema vor deutschen Gerichten aktuell hält. Die Zahl der Entscheidungen zu Verletzungen bei Reitunfällen ist enorm. Bei einem Unfall können verschiedene Anspruchsinhaber und Haftpflichtige in Betracht gezogen werden, wobei die Haftung auf unterschiedlichen Anspruchsgrundlagen basieren kann. Diese Untersuchung beleuchtet zentrale haftungsrechtliche Fragen bei Reitsportunfällen und vergleicht die Rechtslage in Österreich mit der in Deutschland. Neben Veranstaltern sind auch teilnehmende Sportler sowie Tierhalter oder -hüter haftbar. Ihre Haftung kann aus vertraglichen Ansprüchen bei Schutzpflichtverletzungen oder deliktischen Ansprüchen resultieren. Pferdeeigentümer können ebenfalls als Anspruchsinhaber auftreten, da sie durch Verträge mit Schutzwirkung zugunsten Dritter in das Verhältnis zwischen Teilnehmer und Veranstalter einbezogen werden. Anhand praktischer Beispiele aus der Rechtsprechung und relevanter Fachliteratur werden die Schutz- und Verkehrssicherungspflichten des Veranstalters sowie die Reitregeln für Reiter dargestellt. Zudem wird die Beaufsichtigungspflicht der Tierhalter konkretisiert und die Frage erörtert, unter welchen Bedingungen Geschädigte eine Anspruchskürzung wegen Mitverschuldens hinnehmen müssen.
Anna Vorspohl Poradie kníh

- 2016