Biographie & Gesellschaft - 18: Immigranten und Schule
Tranformationsprozesse in traditionalen Familienwelten als Voraussetzung für schulisches Überleben von Immigrantenkindern - 2. Auflage
Autori
Viac o knihe
Fachleute sind sich einig, dass Arbeitsmigranten aus Italien in ihren Aufnahmeländern als integriert gelten und keine Probleme für die psychosoziale Versorgung darstellen. Die Situation ihrer Kinder in den Schulen wird ebenfalls positiver eingeschätzt als die von Kindern aus kulturell weiter entfernten Ländern. Diese Einschätzung könnte oberflächlich zutreffen, doch bei genauerer Betrachtung zeigen sich tiefere Probleme. Die pauschale Bezeichnung "Arbeitsmigranten aus Italien" ist irreführend, da die Kluft zwischen Nord- und Süditalien stetig wächst. In Süditalien, dem Herkunftsort der in dieser Studie untersuchten Familien, herrscht eine Kultur des "Immobilismus", die von Lepsius (1965) detailliert beschrieben wurde. Dieser soziokulturelle Immobilismus resultiert aus einer tiefen Kluft zwischen kulturellen Idealen und der sozioökonomischen Realität. Das kulturelle Leitbild der süditalienischen Gesellschaft orientiert sich an dem Lebensstil des städtischen, wirtschaftlich unabhängigen Intellektuellen, während die Mehrheit der Bevölkerung, bestehend aus Landarbeitern, kleinen Bauern und Handwerkern, in einer ganz anderen sozialen Lage lebt.
Nákup knihy
Biographie & Gesellschaft - 18: Immigranten und Schule, Andrea Lanfranchi
- Jazyk
- Rok vydania
- 1995
- Väzba
- (mäkká),
- Stav knihy
- Dobrá
- Cena
- 13,49 €
Doručenie
Platobné metódy
Nikto zatiaľ neohodnotil.
- Titul
- Biographie & Gesellschaft - 18: Immigranten und Schule
- Podtitul
- Tranformationsprozesse in traditionalen Familienwelten als Voraussetzung für schulisches Überleben von Immigrantenkindern - 2. Auflage
- Jazyk
- nemecky
- Autori
- Andrea Lanfranchi
- Vydavateľ
- VS, Verl. für Sozialwiss.
- Rok vydania
- 1995
- Väzba
- mäkká
- Počet strán
- 307
- ISBN10
- 3810014206
- ISBN13
- 9783810014207
- Série
- Kategórie
- Štítky
- Anotácia
- Fachleute sind sich einig, dass Arbeitsmigranten aus Italien in ihren Aufnahmeländern als integriert gelten und keine Probleme für die psychosoziale Versorgung darstellen. Die Situation ihrer Kinder in den Schulen wird ebenfalls positiver eingeschätzt als die von Kindern aus kulturell weiter entfernten Ländern. Diese Einschätzung könnte oberflächlich zutreffen, doch bei genauerer Betrachtung zeigen sich tiefere Probleme. Die pauschale Bezeichnung "Arbeitsmigranten aus Italien" ist irreführend, da die Kluft zwischen Nord- und Süditalien stetig wächst. In Süditalien, dem Herkunftsort der in dieser Studie untersuchten Familien, herrscht eine Kultur des "Immobilismus", die von Lepsius (1965) detailliert beschrieben wurde. Dieser soziokulturelle Immobilismus resultiert aus einer tiefen Kluft zwischen kulturellen Idealen und der sozioökonomischen Realität. Das kulturelle Leitbild der süditalienischen Gesellschaft orientiert sich an dem Lebensstil des städtischen, wirtschaftlich unabhängigen Intellektuellen, während die Mehrheit der Bevölkerung, bestehend aus Landarbeitern, kleinen Bauern und Handwerkern, in einer ganz anderen sozialen Lage lebt.


