German
Norbert Loacker Knihy






klartext(e)
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Die Vertreibung der Dämonen
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Was Massen mögen
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Wer kennt es nicht? – Disneyland, die begehbare Fantasie aus Kindheitstagen mit epischen Helden zum Anfassen. Entweder man liebt es, oder man hasst es; als Hochkultur gilt es jedenfalls nicht. Vielleicht übersieht der typisch europäische Hochmut gegenüber dem Trivialen und der „Disneysierung der Welt“ aber etwas sehr Zentrales hinter dem Bedürfnis nach Zerstreuung: das Grundgefühl des modernen Menschen, sein Heimweh nach dem Garten Eden. We make the magic happen, so das Versprechen des zweifellos bekanntesten Themenparks der Welt, und in diesem Mantra schwingt vielerlei mit, wie Norbert Loacker auf brillante und zugleich nüchterne Weise analysiert: Machbarkeitswahn, Gigantomanie und quasireligiöse Attitüde. Walt Disney ist Visionär, aber auch Verführer, wenn er uns seine künstliche Gegenwelt als Lösung verkauft, als Erlösung von unserem im Vergleich geheimnislos-banalen Alltag.
Ein schweißtreibendes Dorffest wird dem jungen Morf zum Verhängnis. Eine flüchtige Bekannte, schwer reich und sexuell ausgehungert, lockt ihn in die sturmfreie Wohnung ihrer Eltern. Lustlos schläft er mit ihr, steht hinterher jedoch zu den Folgen. Karriere und Wohlstand übertünchen jahrelang das heimliche Elend dieser Ehe. Eines Tages kreuzt eine andere Frau seinen Weg, aufreizend jung, selbstbewusst, freizügig. Doch das Einerlei von Sex und bloßem Spaß bringt ihm nicht die ersehnte Abwechslung. Ohne eine genaue Vorstellung davon, wonach er eigentlich sucht, verschwindet Morf, lässt sich durch immer abseitigere Regionen treiben und ist am Ende zwischen uralten mediterranen Mythen nicht mehr zu orten.

