Ob in der Literatur, Religion, Heilkunst oder als Schmuck ? das Haar spielte schon immer eine zentrale Rolle. Die Verwendung des Haars für Kunstobjekte ist seit dem Ende der Barockzeit nachweisbar. Der weit über die Kantonsgrenze hinaus bekannte Jakob Schiess aus Appenzell ist der jüngste noch aktive Haarflechtkünstler. Seit einem Verkehrsunfall 1998 widmet er sich mit grossem Geschick dieser Passion. Auf seine Anregung hin hat der Historiker und Germanist Johannes Schläpfer ein Buch über das von Schiess gepflegte Kunsthandwerk des Haarflechtens geschrieben.0Im Buch werden die einzelnen Schritte vom Haar bis zum fertigen Schmuckstück in Wort und Bild dargestellt. Gleichzeitig schildert der Autor die Bedeutung des Haars im Verlauf der Geschichte, erläutert den kulturgeschichtlichen Hintergrund des Kunsthandwerks und porträtiert lebende wie verstorbene Haarflechtkunstschaffende
Johannes Schläpfer Knihy




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200 Jahres Kantonsschule Trogen
Silvesterchlausen
geächtet – geduldet – gefördert
Bräuche und Traditionen sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Sie vermitteln ein Gefühl von Heimat und Verbundenheit, erzählen aber auch von Konventionen. Dies trifft insbesondere auf das Silvesterchlausen zu: anfänglich geächtet, nach und nach geduldet und letztlich gefördert. Germanist und Historiker Johannes Schläpfer hat dem Appenzeller Brauch in akribischer Forschungsarbeit nachgespürt und präsentiert nun einen längst fälligen aktualisierten Überblick. Anhand der geografischen Verbreitung zeigt er, wie weder Verbote und Einschränkungen der Obrigkeiten noch Kriegsereignisse oder Pandemien das Silvesterchlausen zum Verschwinden bringen konnten. Ganz im Gegenteil.