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Die Revolution nach Feierabend 1989/90

Die Abstimmung mit den Füßen — Ich war dabei!

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Vieles geht 32 Jahre nach unserer friedlichen Revolution unserm Gedächtnis und Andenken verloren, wenn es nicht schriftlich festgehalten wird. Nie hätte ich zu hoffen gewagt, dass ich es nach 40 Jahren SED-Herrschaft noch erleben darf, noch einmal politische Freiheit zu genießen. Ich dachte eindeutig, unsere Machthaber, die verfetteten „Söhne der Arbeiterklasse“ würden uns eher verhungern lassen, als von ihrer Macht auch nur ein winziges Stück abzulassen. Gut, wir hatten viel Glück mit der Abfolge der Ereignisse: -Das Schaufenster nach dem Westen (Fernsehen, Intershops, Besuchsreisen) ließen so manchen die Faust in der Tasche ballen, -Gorbatschows Perestroika und Glasnost, -Polens Solidarnosc, die Dank des Papstes am Leben blieb, -Ungarns Grenzöffnung nach Österreich. -Das zu lange Dulden der führenden Genossen unter Honeckers seniler Fuchtel mit anschließender Uneinigkeit. Wie gesagt, Glück gehabt. Nun will ich aber nicht behaupten, dass wir heute den Himmel auf Erden haben. Aber bei all den Einschränkungen, die wir nach der Wende wahrnahmen, bin ich stolz, dass ich als jemand, der sich nicht für sehr mutig oder gar heldenhaft hält, im richtigen Augenblick die Angst hinter sich ließ und als winziges Rädchen der friedlichen Revolution dienen durfte.

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Die Revolution nach Feierabend 1989/90, Hans-Erich Müller

Jazyk
Rok vydania
2022
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Titul
Die Revolution nach Feierabend 1989/90
Podtitul
Die Abstimmung mit den Füßen — Ich war dabei!
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
Romeon Verlag
Rok vydania
2022
Počet strán
86
ISBN10
3962293280
ISBN13
9783962293284
Série
Anotácia
Vieles geht 32 Jahre nach unserer friedlichen Revolution unserm Gedächtnis und Andenken verloren, wenn es nicht schriftlich festgehalten wird. Nie hätte ich zu hoffen gewagt, dass ich es nach 40 Jahren SED-Herrschaft noch erleben darf, noch einmal politische Freiheit zu genießen. Ich dachte eindeutig, unsere Machthaber, die verfetteten „Söhne der Arbeiterklasse“ würden uns eher verhungern lassen, als von ihrer Macht auch nur ein winziges Stück abzulassen. Gut, wir hatten viel Glück mit der Abfolge der Ereignisse: -Das Schaufenster nach dem Westen (Fernsehen, Intershops, Besuchsreisen) ließen so manchen die Faust in der Tasche ballen, -Gorbatschows Perestroika und Glasnost, -Polens Solidarnosc, die Dank des Papstes am Leben blieb, -Ungarns Grenzöffnung nach Österreich. -Das zu lange Dulden der führenden Genossen unter Honeckers seniler Fuchtel mit anschließender Uneinigkeit. Wie gesagt, Glück gehabt. Nun will ich aber nicht behaupten, dass wir heute den Himmel auf Erden haben. Aber bei all den Einschränkungen, die wir nach der Wende wahrnahmen, bin ich stolz, dass ich als jemand, der sich nicht für sehr mutig oder gar heldenhaft hält, im richtigen Augenblick die Angst hinter sich ließ und als winziges Rädchen der friedlichen Revolution dienen durfte.