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James D. Steakley

    Die Freunde des Kaisers
    "Anders als die Andern"
    • "Anders als die Andern"

      • 160 stránok
      • 6 hodin čítania

      Der Film von 1919 gilt als das erste homosexuelle Filmwerk der Geschichte und erzählt die tragische Geschichte des Geigenvirtuosen Paul Körner und seines Schülers Kurt Sivers, der sich zunehmend zu seinem Lehrer hingezogen fühlt. Ihr Verhältnis wird durch einen Erpresser zerstört, was Körner dazu bringt, rechtliche Schritte einzuleiten. Doch er selbst wird vor Gericht wegen § 175 stigmatisiert, was zu seiner sozialen Ächtung und letztlich zu seinem Selbstmord führt. Ein Freund versucht, Sivers von einem ähnlichen Schicksal abzuhalten und ruft dazu auf, für eine Zukunft zu kämpfen, in der Wissenschaft, Recht und Menschenliebe über Vorurteile und Hass siegen. Der Film entstand in einer kurzen, zensurfreien Phase nach dem Kaiserreich und löste heftige Kontroversen aus, die zur Einführung neuer Zensurbestimmungen in der Weimarer Republik führten. Sowohl die ungeschnittene als auch die gekürzte Fassung wurden verboten, und nur durch Zufall überlebte die verstümmelte Version. James Steakley beleuchtet die Diskussionen in der deutschen Presse und den politischen Weg zum Lichtspielgesetz von 1920, während er die ursprüngliche Langfassung mit der Kurzfassung von 1927 vergleicht. Diese Analyse ermöglicht eine präzise Rekonstruktion des Films und eine filmhistorische Einordnung.

      "Anders als die Andern"
    • Die Freunde des Kaisers

      Die Eulenburg-Affäre im Spiegel zeitgenössischer Karikaturen

      • 191 stránok
      • 7 hodin čítania

      In den Jahren 1907 bis 1909 wurde die Öffentlichkeit im Wilhelminischen Deutschland durch Enthüllungen, Gerichtsverfahren und Reichstagsreden in Atem gehalten, die sich um die (angebliche) Homosexualität im engsten Umfeld Kaiser Wilhelms II. drehten. Im Zentrum stand der Mann, der dem Skandal seinen Namen gab: Philipp Fürst zu Eulenburg. Die Eulenburg-Affäre bildete ein „Ritual der Öffentlichen Verdammung“, die in einer unübersehbaren Flut von Veröffentlichungen ihren Ausdruck fand: Boulevard-Stücke und Kolportage-Romane, Lieder und Bildpostkarten und vor allem: Karikaturen. Das Buch bietet keine Gesamtdarstellung der Affäre (wie Peter Jungblut in „Famose Kerle“, 2003), sondern beschränkt sich auf die Aspekte und Ereignisse, die schlaglichtartig in den Karikaturen ausgeleuchtet wurden. Die Karikaturisten – von der extremen Linken bis zur antisemitischen Rechten – griffen mit Vorliebe die politisch-sensationellen und erotisch-anrüchigen Aspekte auf. Die aus deutschen und ausländischen Blättern dieser Jahre ausgewählten Karikaturen stellen in ihrer vereinfachenden Art ein einzigartiges mentalitätsgeschichtliches Panorama dar. Sie geben Einblick in die kulturellen Normen der Wilhelminischen Gesellschaft und lassen die Emotionen und Ängste erkennen, die durch diese Affäre ausgelöst wurden.

      Die Freunde des Kaisers