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Johannes Beleites

    Die Hauptabteilung XIV: Haftvollzug
    Beiträge zur Geschichte des Strafvollzuges und der politischen Strafjustiz in Mecklenburg-Vorpommern
    Schwerin, Demmlerplatz
    • 2007

      Der Sammelband beleuchtet zum ersten Mal die Geschichte der Gefängnisse in Mecklenburg und Pommern im zeitlichen Längstschnitt, untersucht die Verflechtungen zwischen Strafvollzug, Justiz und Geheimpolizei. Im Mittelpunkt der Beiträge steht dabei das 20. Jahrhundert mit seinen unterschiedlichen Diktaturerfahrungen, in denen die Justiz und der Strafvollzug massiv zur Verfolgung politischer Gegner und anderer missliebiger Personen missbraucht wurden. Die Geschichte der heutigen JVA Bützow als größte Haftanstalt des Landes Mecklenburg-Vorpommerns spielt dabei eine herausragende Rolle. Ihre Anfänge reichen in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Zum Vergleich wird die Geschichte der Haftanstalt Bautzen I während der NS-Zeit untersucht. Die Veröffentlichung ist ein Ergebnis der Arbeit der Landesfachstelle für Gedenkstättenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern beim Politische Memoriale e. V.

      Beiträge zur Geschichte des Strafvollzuges und der politischen Strafjustiz in Mecklenburg-Vorpommern
    • 2004

      Das MfS-Handbuch „Anatomie der Staatssicherheit“ besteht aus einzelnen Teillieferungen, die sich mit der Struktur und Arbeitsweise des MfS am Beispiel einzelner Diensteinheiten und bestimmter Schwerpunktthemen befassen. Die Abteilung XIV war für das Gefängniswesen des Ministeriums für Staatsicherheit, das heißt für Untersuchungshaft und Strafvollzug zuständig. Diese Gefängnisse waren der offensichtlichste Ausdruck des geheimpolizeilichen Charakters der Staatssicherheit. Konspirative Ermittlungsmethoden verschmolzen hier mit polizeilicher Repression. Jeder Häftling, der in die Fänge des MfS geriet, kam im Bereich der Linie XIV in Untersuchungshaft. Johannes Beleites beschreibt Aufbau und Struktur der Abteilung XIV Ende der achtziger Jahre sowie die Entwicklungsgeschichte der Abteilung und ihrer Vorläufer.

      Die Hauptabteilung XIV: Haftvollzug
    • 2001

      Schwerin, Demmlerplatz

      Die Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Schwerin

      Das Ministerium für Staatssicherheit war kein Geheimdienst, der sich auf die Sammlung und Auswertung von Informationen beschränkte. Als Repressionsinstrument der SED verfolgte es vermeintliche und politische Gegner mit exekutiven Maßnahmen. Jede Bezirksverwaltung der Staatssicherheit hatte eine eigene Untersuchungshaftanstalt. In Schwerin wurde dafür seit 1954 das ehemalige Gerichtsgefängnis am Demmlerplatz genutzt. Hier waren vorwiegend politische Häftlinge eingesperrt: Zumeist Untersuchungshäftlinge, aber auch eine kleinere Zahl von Strafgefangenen, die vorwiegend als Hausarbeiter genutzt werden. Auf welcher Rechtsgrundlage fußte dieses System der Staatssicherheits-Gefängnisse? Wie waren sie aufgebaut und wer waren die Bediensteten? Wie waren die Haftbedingungen, welche Änderungen gab es und wie wurde dieses System aus Angst und Druck aufrecht erhalten? Johannes Beleites ist diesen Fragen nachgegangen und hat die dazu auffindbaren Unterlagen des MfS gründlich ausgewertet. So entstand eine detaillierte Geschichte des Schweriner MfS-Gefängnisses. Die einleitende Darstellung der Rechtslage sowie die Schilderung der Haftbedingungen gelten weitestgehend auch für andere Haftanstalten des MfS. Ein Anhang einschlägiger und bisher unveröffentlichter Dokumente erlaubt einige schlaglichtartige und aufschlussreiche Einblicke hinter die Mauern am Schweriner Demmlerplatz.

      Schwerin, Demmlerplatz