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Alexander Kauertz

    Schwierigkeitserzeugende Merkmale physikalischer Leistungstestaufgaben
    Frühe Bildung für nachhaltige Entwicklung
    • Im Rahmen von Large-Scale-Kompetenz-Messungen spielt die Schwierigkeit von Aufgaben eine entscheidende Rolle, da sie zur Festlegung von Kompetenzstufen beiträgt. Diese Stufen müssen inhaltlich begründet werden, da Kompetenz domänenspezifisch ist. Die Studie untersucht, wie verschiedene Inhaltsmerkmale die Schwierigkeit von Aufgaben beeinflussen. Im sogenannten Inhaltsmodell werden die Merkmale Komplexität, Leitidee und kognitive Aktivität analysiert. Hierfür wurden 120 Aufgaben entwickelt und pilotiert. Die Ergebnisse der Pilotierung wurden mithilfe mehrdimensionaler Modelle zur Modellgütebestimmung raschskaliert. Das Inhaltsmodell erweist sich als deutlich besser geeignet zur Erklärung der Varianz der Aufgabenschwierigkeit im Vergleich zu einem formalen Alternativmodell. Die Validierung des Tests zeigt, dass er Kompetenz im Sinne von TIMSS und PISA misst, weist jedoch auf weiteren Forschungsbedarf hin. Während die Komplexität als Faktor zur Vorhersage der Schwierigkeit dient, ist die Genauigkeit unzureichend. Zudem tragen kognitive Aktivitäten nur geringfügig zur Schwierigkeit bei. Im Gegensatz dazu zeigen die Leitideen einen klaren Unterschied in der erforderlichen Kompetenz, was darauf hindeutet, dass sie inhaltsspezifische Teilkompetenzen beschreiben können.

      Schwierigkeitserzeugende Merkmale physikalischer Leistungstestaufgaben