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Michael Kruscha

    Anderswo
    848 - Kunstraum Braugasse
    Bus stops
    • Bus stops

      • 120 stránok
      • 5 hodin čítania

      Der Bildband präsentiert eine Serie von Bushaltestellen, die Michael Kruscha auf Reisen fotografiert hat. Die Aufnahmen stammen aus Osteuropa, Kasachstan/Armenien, Arabien/Naher Osten, Nord- und Südafrika, Südamerika und Asien. Ausgangspunkt war eine Reise in den Oman, wo dem Künstler an Hunderte Kilometer langen Wüstenstraßen bus stops begegneten. Sie wirken paradox: Das zum Warten gebaute Gebilde erscheint seiner Funktion beraubt, ein L’art-pour-l’art-Produkt? Umso erstaunlicher ist die Gestaltung. Die kleinen Profanbauten variieren in Material, Gestalt und Zustand: teils zwischen dekorativer Baukunst und futuristischer Plastik, mit Relief, Malerei oder Mosaik, geometrisch reduziert sowie mit Ornamentik oder Figuren verziert. Einige sind seriell, andere individuell produziert, manche palastartig und kunstvoll, einzelne provisorisch errichtet oder halb verfallen. In dem Bildband wechseln Großaufnahmen stimmungsvoller Landschaften und außergewöhnliche Details, malerische Farbübergänge und kontrastreiche Bildkompositionen. Kunsthistorische Darstellung, ein Interview mit dem Künstler und Zitate namhafter Autoren intensivieren das Reiseerlebnis. Der Betrachter ist fasziniert vom ästhetischen Reiz fremder Landschaften sowie von der Vielfalt internationaler Baustile, die hier auf einzigartige Weise verschmelzen.

      Bus stops
    • Anderswo

      Michael Kruscha - Arbeiten 2003-2009

      Michael Kruscha, der heute in Berlin lebt und 1961 im nahen Hoyerswerda geboren wurde, steht mit seiner Arbeit und mit seinem Leben in der hier angerissenen Tradition eines reisenden Künstlers; und so vermag bereits der Titel der Sonderausstellung „anderswo“ auf das zu verweisen, was bei ihm und in seinen Arbeiten so oft im Mittelpunkt steht: Das Ferne, das Exotische, das Fremde. Dass er dabei jedoch niemals ins Abbildhafte verfällt und stets den dokumentarischen Blick zugunsten einer vielschichtigen, oft gebrochenen Annäherung an die Motive aufhebt, zeugt von seiner konzeptuellen Herangehensweise, die zugleich die Qualität seiner Arbeiten unterstreicht. Seine Bilder illustrieren nicht, wie es in der Fremde ist, sondern dass alles Fremde schlussendlich konstruiert ist durch das Auge des jeweiligen Betrachters. Sie rufen damit ganz aktuell und in der Gegenwart verankert zu einer Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung des scheinbar Fremden auf.

      Anderswo