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Dana Fuchs

    Hassbriefe
    Antifa heißt Anruf!
    • 2019

      Antifa heißt Anruf!

      Organizing als Strategie gegen Rechts

      Die linke Bewegung ist vielfältig, verliert sich jedoch manchmal in Identitätspolitiken und bleibt elitär oder isoliert. Jeder hat die Verantwortung für sein Denken und Handeln. Es ist polemisch, zu behaupten, dass man Rassist*in sein muss, nur weil es keinen Infoladen im Viertel gibt. In den letzten Jahren hat sich die Grenze des Sagbaren nach rechts verschoben, von Thilo Sarrazins Ängsten über die AfD bis hin zu rechten Mobs, die verharmlost werden. Während viele gegen diese Zustände protestieren, lädt ein anderer Teil rechte Akteure zu Veranstaltungen ein. Dabei wird ignoriert, dass gesellschaftliche Auseinandersetzungen nicht mit Rechten auf Podien geführt werden können. Fuchs und Muck schlagen einen anderen Ansatz vor: Antifaschistische Proteste sind wichtig, benötigen aber eine Verankerung in der Nachbarschaft, auf dem Fußballplatz oder im Jobcenter. Organizing-Konzepte bieten die Chance, solidarisch und auf Augenhöhe mit Menschen im Alltag Veränderungen zu bewirken. Sechs verschiedene linke Gruppen werden vorgestellt, wobei Chancen, Schwierigkeiten und Handlungsmöglichkeiten ihrer politischen Arbeit beleuchtet werden. Das Ziel ist eine solidarische Gesellschaft, die sich erfolgreich gegen extrem Rechte und deren Hetze wehren kann.

      Antifa heißt Anruf!
    • 2017

      Hassbriefe

      Moscheebau, Sprache und antimuslimischer Rassismus in Deutschland

      Die Grenze des Sagbaren hat sich verschoben. Neue Rechte Bewegungen und wütende Bürger*innen gehen gemeinsam spazieren und hetzen dabei offen gegen Muslim*innen. Nicht selten werden solche Proteste begleitet von Einschüchterungen, Gewaltandrohungen und Übergriffen. Vor den Taten und Anschlägen steht meist das Wort. »Das wird man doch wohl noch sagen dürfen« wurde zum Mantra, welches als Begründung für Hass und Verachtung immer wieder herhalten muss. Mittlerweile werden rassistische Argumente offen formuliert und selten hinterfragt. Dieses Buch analysiert knapp 200 Zuschriften, die während der Moscheebauvorhaben in Berlin und Köln an diverse stadtpolitische Akteur*innen geschickt wurden. Die Ergebnisse liefern Aussagen darüber, wie sich ein antimuslimisch-rassistischer Sprachgebrauch äußert, welche Begriffe verwendet und welche Bilder gezeichnet werden. Eingebettet ist die Untersuchung in eine theoretische Auseinandersetzung über antimuslimischen Rassismus und in eine Skizzierung der historischen Entwicklung des ›Feindbild Muslim‹, beginnend bei sogenannten Orientbildern bis hin zu heutigen Debatten über Terrorismus, Integration und kulturelle Werte.

      Hassbriefe