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Sandra Erker

    Platons „Sophistes“
    • Platons „Sophistes“

      Bild und Wissen im Dialog

      Im Sophistes verhandeln die Gesprächspartner, ob der Philosoph das Wesen des Sophisten durch Dialektik erfassen kann. Angler und Maler dienen als Paradeigmata, während die Dialogpartner in einem dihairetischen Verfahren die Jagd nach dem schwer fassbaren Sophisten in den Bereichen Wissen, Meinung, Bildlichkeit und falscher Rede verfolgen. Dabei hinterfragen sie die Grundlagen ihrer eigenen Erkenntnissuche an diesem epistemisch prekären Gegenstand. Sandra Erkers Studie bietet eine Gesamtinterpretation des Dialogs und bewertet das wissensgenerierende Potenzial der argumentativen und kompositionellen Einheit. Im Kontext des Parmenideischen Seinsbegriffs müssen die Grenzen des Erkennbaren und Wissbaren neu ausgelotet werden. Es wird konkret untersucht, ob Nichtsein zu diesem erweiterten Spektrum des Seienden gehört oder nicht. Platon inszeniert mit dem Bild der Jagd auf den Sophisten einen Reinigungsprozess, der die Seele von falschen Meinungen befreit und sie mithilfe der Dialektik zu den Prinzipien des Seins führt, um täuschungsfreie Erkenntnis zu ermöglichen. Auf der Suche nach sicherer Erkenntnis muss der Philosoph die Dialektik fundieren und am Sophisten in seiner Wirkmacht unter Beweis stellen.

      Platons „Sophistes“