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Roman




Roman
Essen geht hinein und Gedanken kommen heraus: Im Kindergarten gibt es Mohrrübeneintopf. Das Rübengelb leuchtet einem schon vom Einband entgegen. Aber die Kinder mögen die Mohrrübensuppe nicht. Sie trödeln, fantasieren und schmieren. So steigen aus dem Suppentopf die schönsten Überraschungen: Schafe, Klatschmohn, Monster, Flaschenpost, sogar Engel fliegen daher... Nur Leander löffelt zielsicher alle Schüsseln leer. Die Druckbilder sind gut und prägnant. Die Geschichte bietet ein vergnügliches Gesprächsforum für Vorlieben und Abneigungen beim Essen. Denn Essen ist für Kinder durchaus ein Thema. Die Autorin widmet das Buch 'Oma Annelies'. Vielleicht eine späte Abrechnung? Ab 4 Jahren, gut, Ruedi W. Schweizer.
»Wünschten Sie nicht auch, Sie würden sich weniger für sich interessieren?«Res hat stets geglaubt, etwas Besonderes zu sein – so wie ihr Idol Frances Scott. Doch ausgerechnet an dem Tag, als sie diese größte Popkünstlerin unserer Zeit treffen soll, endet ihr Leben abrupt.Auf der Folie von Film, Musik und Werbung der Jahrtausendwende zieht ihr Leben an ihr vorbei. Und wir tauchen ein in das Unterbewusstsein der westlichen Populärkultur. Wie selbstverständlich wird hier eine Existenz in ständiger Stimulation erwartet, die auf ein grandioses Ende hinauslaufen soll – das nie erreicht werden darf.Im Delir trifft Res endlich Frances. In Lofts und Restaurants, bei Tennis Games und großen Auftritten. Es ist das letzte Aufglühen eines Traums aus einer Zeit, in der Pop scheinbar apolitisch nichts als Hedonismus verkaufte. Weder Res, die den Traum beschreibt, noch Frances, die den Traum verkauft, bestimmen seine Spielregeln. Sie streben danach, Produkt zu werden und Marke. Aber warum denn nur?Sprachspielerisch ergründet »delulu« das gegenwärtige Begehren nach dem Gesehenwerden. Alles hängt mit allem zusammen in diesem filigran konstruierten Roman, der literally so bunt und plastisch ist wie ein Spielzeug.