Machtkämpfe und ideologischer Wahn Die politische Aktivistin Yessica López, die sich für die Rechte der indigenen Garífuna einsetzt, ist verschwunden und niemand in ihrem Heimatort Triunfo in Honduras will darüber reden. Der deutsche Entwicklungshelfer Ulrich, der seiner ehemaligen Geliebten einen Überraschungsbesuch abstatten wollte, kann kaum glauben, wie sehr sich die Region verändert hat. Die honduranische Regierung hat das Gebiet zu einer Sonderentwicklungszone erklärt. Verwaltet wird diese von einem internationalen Expertenkomitee, das die Einheimischen zum Verkauf ihrer Grundstücke zwingt. Die Interessen des Komitees sind undurchsichtig, seine Macht absolut. Das Tropenparadies Honduras wird zur Kulisse eines Albtraums. Als in der Nachbarstadt eine Bombe explodiert, setzt die ultrakonservative Politikerin Amaris Winwright alles daran, Yessica persönlich die Tat anzuhängen. Und Ulrich gerät in eine internationale Intrige unvorstellbaren Ausmaßes.
Jutta Blume Knihy




Ende des 18. Jahrhunderts: Die heilkundige Sklavin Ife begegnet dem schwedischen Botaniker Sandquist, was eine Odyssee durch die Karibik und Europa sowie die Ideen der Aufklärung auslöst. Auf der Zuckerrohrplantage „Sugar Creek“ in Guyana aufgewachsen, kennt Ife wenig von der Welt. 1761 kauft Sandquist sie für eine botanische Expedition. Für Ife sind Pflanzen spirituell und heilbringend, während Sandquist ihnen neue Namen gibt und sie in Bücher presst. Durch ihn lernt Ife lesen und schreiben, gewinnt an Unabhängigkeit und hinterfragt seine Sichtweise. Als Sandquist in Santo Domingo an Malaria erkrankt, fürchtet Ife eine erneute Versklavung und flieht als blinde Passagierin nach Europa. Im Laderaum beginnt sie, eine eigene Ordnung der Pflanzen zu entwickeln. In Irland arbeitet sie für die adelige Botanikerin Lady Hadley, die um Anerkennung in einer von Männern dominierten Akademie kämpft. Während Ife sich zwischen Gewächshaus und Botanisierzimmer einlebt, wird ihre Tochter Kesi von den revolutionären Ideen der Zeit ergriffen. 25 Jahre nach Ifes Ankunft in Europa macht sich Kesi auf den Weg ins revolutionäre Paris und erkennt, dass der Leitspruch „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ nicht für alle gilt. Entschlossen, für die Abschaffung der Sklaverei und die Gleichberechtigung von Frauen zu kämpfen, bringt sie sich in große Gefahr und erlebt Unglaubliches.