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Klaus-Michael Müller

    18. október 1943
    Vogel oder Käfig sein
    Rasender Stillstand
    Fichtes Entlassung
    Philosophie eines Unangepaßten: Hans Leisegang
    1933 - Die Versuchung der Theologie.
    The Release and Fate of Clover Nitrogen in Soil
    • 1933 - Die Versuchung der Theologie.

      • 150 stránok
      • 6 hodin čítania

      Der zeitliche Abstand zu einer Epoche schwerer Krisen erschwert es, die Ambivalenzen des geschichtlichen Augenblicks zu erkennen. Die geisteswissenschaftliche Theoriearbeit nach 1933 reflektiert den Druck, dem kollektiven Wunsch nach Neuorientierung zu entsprechen. Der Autor konzentriert sich auf anspruchsvolle Texte der evangelischen Theologie und analysiert, wie vertraute Denktraditionen mit der Aufgeschlossenheit für den autoritären Führerstaat vereinbar waren. Das moralische Urteil über den Nationalsozialismus als System des Verbrechens ist eindeutig. Diese Distanznahme und das Gefühl moralischer Überlegenheit gegenüber früheren Generationen mindern die Energie, die geistigen Konstellationen in den Fachgebieten zu untersuchen, in denen eine Neuorientierung vom demokratischen Pluralismus zur Führer-Diktatur vorbereitet wurde. Diese Vorbereitung fand auf hohem Reflexionsniveau statt, sodass von einer Primitivität der Diskurse nicht die Rede sein kann. Der Autor zeigt, wie Heiliger Geist und Zeitgeist in dem Bemühen um Orientierung miteinander verwoben sind, insbesondere an Texten der evangelischen Theologie, die von der Führervollmacht Jesu zur Führervollmacht Adolf Hitlers führen.

      1933 - Die Versuchung der Theologie.
    • Mit seiner Lehre von den Denkformen erregte Hans Leisegang seinerzeit einiges Aufsehen. Mit seinen Forschungen zur Gnosis betrat er Neuland und rief den Widerspruch von Hans Jonas hervor. Mit seiner politischen Ethik ebenso wie mit seinen Arbeiten zur Theologie Luthers widersetzte er sich dem Mainstream des Zeitgeistes. Als unbeugsam-nonkonformer Denker geriet er sowohl mit den Nationalsozialisten als auch mit dem kommunistischen Regime in gefährliche Kollisionen und zahlte dafür einen hohen Preis. Seiner persönlichen Integrität in finsteren Zeiten gebürt Respekt. Aber was ist heute von seinen theoretischen Anregungen zu halten? Die hier vorgelegten kritischen Studien gehen dieser Frage nach. Vorwort – G. Gabriel: Hans Leisegangs , Denkformen’ – Chr. Markschies: Hans Leisegang und die moderne Gnosisforschung – F. Siegert: Leisegangs Beitrag zur Philon-Forschung – R. Anselm: Hans Leisegangs Lutherdeutung – K. Dicke: Anfragen an Hans Leisegangs politische Ethik – E. Mesch: Hans Leisegang als Hochschullehrer – Chr. Drapatz: „Die Wahrheit wird euch frei machen.“ Hans Leisegangs geistige Haltung – Bibliographie Hans Leisegang – Autorenverzeichnis

      Philosophie eines Unangepaßten: Hans Leisegang
    • Mit dem Fortfall der Ost-West-Konfrontation beschleunigte sich der Prozess der Globalisierung dramatisch. Die Bereiche Wirtschaft und Finanzen, Technik und Wissenschaft entwickelten Veränderungsgeschwindigkeiten, die alle gewohnten Maßstäbe sprengten. Das hatte Folgen auch für die Politik. Insbesondere die Leistungskraft der Einrichtungen des Sozialstaates blieb davon nicht unberührt: Vermeintlich auf Dauer gestellte Sicherheiten, an denen sich die Lebensplanung ausrichtete, stehen unvermutet wieder zur Disposition. Flexibilität und Mobilität sind die neuen Herausforderungen an jeden, der „mithalten“ will. Nicht wenige fühlen sich überfordert und wünschen, sie könnten „aussteigen“. Die Institutionen des Rechts und der Politik erweisen sich immer deutlicher als überfordert, die Innovationsprozesse mit den bewährten Mitteln zu kontrollieren und zu steuern. Immer weniger kann die Politik die an sie gerichtete Erwartung erfüllen. Es besteht die Gefahr, dass unter solchen Bedingungen die Identifizierung mit dem demokratischen System abnimmt und populistische Strömungen Zulauf erhalten. Mit Beiträgen von: T. Borscheid, M. Corsten, H. Duddeck, F.-F. von Falkenhausen, D. Frey, M. Gronemeyer, S. Grzebeta, H. Hesse, H. M. Kepplinger, R. Kölbel, M. Lehmann-Waffenschmidt, M, Maurer, J. Meran, W. Miltner, H. Mohr, B. P. Priddat, N. M. Schöneck, R. Walter

      Rasender Stillstand