Zwischen dem dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt und dem voranschreitenden Klimawandel gibt es vielfältige Wechselwirkungen. Das politische Zauberwort, um beide Herausforderungen parallel anzugehen, heißt naturbasierte Lösungen. Die Hoffnungen, die auf diesem von der Natur inspiriertem Ansatz ruhen, sind riesig. Lokale, anpassungsfähige Maßnahmen sollen Ökosysteme schützen oder wiederherstellen und dabei gleichzeitig die Folgen der Erderwärmung mindern. Ziel ist, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu stärken. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass naturbasierter Klimaschutz kein Ersatz für den raschen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und den grundlegenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft ist.
oekom e.V. Poradie kníh (chronologicky)






Städte und Regionen sind in der Umweltpolitik gefragt wie nie, denn von ihnen hängt die praktische Umsetzung übergeordneter umwelt- und klimapolitischer Ziele ab. Vor Ort sind nicht nur die Folgen der Erderhitzung direkt spürbar. Hier entscheidet sich auch, wie schnell erneuerbare Energien ausgebaut und Wege in die postfossile Zukunft beschritten werden. Auch naturbasierte Lösungen müssen immer lokal ausgearbeitet und praktisch umgesetzt werden. Für die örtlichen Verwaltungen ist Klimawandelanpassung eher neu und eine Querschnittsaufgabe, die noch eine Menge Fragen aufwirft. Ermutigende Entwicklungen gibt es trotzdem.
Der Gesundheitszustand der »Patientin Erde« ist alarmierend. Die sich gegenseitig verstärkenden Symptome: galoppierender Verlust der Artenvielfalt sowie anschwellende Klima und Verschmutzungskrise. Der Krankheitserreger heißt Homo sapiens. Dabei könnte die Erde ganz gut ohne uns – wir aber nicht ohne sie. Deshalb braucht es eine verstärkte Zusammenarbeit von Umwelt und Gesundheitspolitik. Richtig aufgestellt könnte der Gesundheitssektor sogar zu einem Hebel für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft werden und damit viel für die menschliche und die planetare Gesundheit tun.
Wasser bedeutet Leben und ist ein Menschenrecht. Umso schlimmer, dass der Klimawandel die globale Wasserkrise weiter verstärkt. Schon heute haben weltweit mehr als drei Milliarden Menschen nicht genug sauberes Wasser. Tendenz steigend, auch weil es längst zu einem Spekulationsobjekt geworden ist. Der Verteilungskampf ums Grundwasser und die daraus resultierenden sozialen Konflikte werden sich weiter verschärfen, wenn wir nicht endlich konsequent politisch gegensteuern. Die gute Nachricht: Es gibt praktikable Lösungswege und sinnvolle Konzepte des nachhaltigen Wassermanagements.
Die praktische Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen ist eine verzwickte Angelegenheit. Denn sobald es konkret wird, gibt es meist verschiedene Entscheidungs- oder Handlungsmöglichkeiten, die – jede für sich genommen – Sinn machen, sich gegenseitig aber ausschließen. Solche Nachhaltigkeitsdilemmata führen oft zu Widerständen, Konflikten und Unsicherheiten, die Veränderungsprozesse verlangsamen. Bei näherer Betrachtung aber steckt gerade in diesen Dilemmata womöglich echtes transformatives Potenzial: stellt doch das Wahrnehmen und Sichtbarmachen von Zielkonflikten eine Lernchance dar, um die nötige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft voranzutreiben.
Politische Ökologie - 151: Asien
Zwischen ökonomischem Aufstieg und ökologischem Kollaps
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Asien ist nicht nur der größte und bevölkerungsreichste Kontinent, sondern auch von immenser Vielfalt geprägt, ob kulturell, ethnisch oder religiös. Entsprechend vielschichtig sind die Herausforderungen, vor denen die 47 Länder Während die Wirtschaft boomt, weitet sich die Schere zwischen Arm und Reich, Millionen sind auf der Flucht, die Demokratie gerät immer stärker unter Druck. Aber auch der Verlust an natürlichen Ressourcen, der Klimawandel und der immense Drang der Menschen in die Städte bedürfen nachhaltiger Lösungen. Die Welt schaut auf Asien, wo sich die Zukunft der Menschheit entscheidet, und kann nicht nur in puncto Konfliktbewältigung und grünem Wachstum eine Menge von dem Kontinent lernen.
Ausgebeutet, übernutzt, Um öffentlichkeitswirksam auf die Probleme unseres Umgangs mit Böden aufmerksam zu machen und das Thema stärker auf der politischen Agenda zu verankern, haben die Vereinten Nationen 2015 zum "Internationalen Jahr der Böden" erklärt. Die politische ökologie zieht Was hat das Jahr der Böden konkret zum Schutz unserer Lebensgrundlage beigetragen? Haben Gesetzgeber und Gesellschaft den akuten Handlungsbedarf erkannt? Die Autor(inn)en entwerfen eine neue, zukunftsfähige Bodenschutzpolitik, die den Herausforderungen Flächenfraß, Versteppung und Klimawandel begegnet.
