Historical Outlines of Western Spirituality in Ancient, Medieval and Early Modern Thought
The study explores five key themes of Western spirituality from their ancient origins to early modernity: Divine names, Microcosm-Macrocosm, creation theories, spiritual spaces, and eschatological history concepts.
"Den großen Reichtum der Bibelauslegung von der Antike bis ins Zeitalter der Aufklärung erkundet der Philosoph Wilhelm Schmidt-Biggemann in diesem vielschichtigen Buch. In sechs exemplarischen Kapiteln stellt er erstaunliche spekulative Deutungen des göttlichen Worts, Grenzerkundungen religiöser Ansprüche und theologische Zumutungen jenseits der gängigen Exegesen vor. Es geht um den Ursprung der Logos-Theologie in der Antike, um die Schriftspekulationen der Kabbala, um die Geschichte der vollkommenen Sprache, die Adam beherrschte, um Entwürfe einer christlichen Universalreligion, die auch Judentum und Islam einschloss, um die Erfindung der Erdgeschichte bei der Deutung der Sintflut, schließlich um den Kollaps dieser exegetischen Spekulationen in der Bibelkritik der Aufklärung, die ihrerseits durch eine neue, pantheistische Metaphysik und Geschichtstheologie kompensiert wurde. Diese exegetischen Perspektiven lassen das göttliche Wort in ungewohntem Glanze erscheinen." --
Das vorliegende Buch von Wilhelm Schmidt-Biggemann ist eine Abrechnung mit dem 19. Jahrhundert: In dessen erster Hälfte entwickelt sich ein neues Weltbild, das behauptet, das alte nicht nur zu ersetzen, sondern aus der wissenschaftlichen Erkenntnis der Natur eine neue und bessere Welt erstehen zu lassen. Die im Darwinismus kulminierende Geobiologie verändert radikal die Moral und die Zeitstruktur, die Soziologie konzipiert die Universalgeschichte neu, die Indogermanistik entwickelt ein neues Sprachmodell, die Mythologie installiert ein Nationalkonzept der Kultur. All diese neuen Leitwissenschaften behaupten, die Religion zu überwinden. Doch Schmidt-Biggemann zeigt, wie sie selbst die Heilsgeschichte betreiben, die sie für überwunden halten. Die Mischung von neuer Wissenschaft und alter Heilsgeschichte erzeugt die dämonische Dynamik des 19. Jahrhunderts, die in der Unheilsgeschichte des 20. Jahrhunderts mündet.
Die großen Fragen des Glaubens - gestellt von einem Philosophen. Das
Gedankenexperiment ist eine Spurensuche, die zu Kult, Teufel und Theodizee
führt. Sprengt Gott alle Begrifflichkeit und alle menschliche Vernunft? Ist
vielleicht negative Theologie die vernünftigste Logie? Oder soll man die
Intellektualität in Bezug auf Gott ganz aufgeben? Kann man vielleicht Gott an
seinen Spuren erkennen? Und warum weiß man, dass es seine sind? Der Autor
fragt nach dem intellektuell und institutionell angemessenen Umgang mit dem
Unverfügbaren. Er gibt Anregungen für eine philosophische Theologie, die der
heutigen Bedeutung des Monotheismus gerecht werden könnte - sofern diesem
Einen je etwas gerecht werden kann.
Why evil? This profound question addresses the justification of an omnipotent, omniscient, and omnibenevolent God in light of the undeniable existence of evil. G.W. Leibniz tackled this issue in 1700 with the publication of the controversial *Essais de Théodicée sur la bonté de Dieu, la liberté de l'homme et l'origine du mal*. The title, referencing 300 years of *Essais de Théodicée*, does not imply a false continuity, as it reflects the Christian theological and rational philosophical implications of Leibniz's theodicy. This book stems from an international symposium commemorating the 300th anniversary of Leibniz's work held in Berlin. It explores key themes such as the reception and performance history of the theodicy, focusing particularly on criticisms that emerged in 18th and 19th-century European philosophical, theological, and political thought. These critiques continue to influence contemporary philosophical and political discourse, underscoring the enduring relevance of the question, "Why evil?" The discussions aim to illuminate the complexities surrounding theodicy and its implications across centuries.