In seinem neuen Roman erzählt Klaus Modick von der Entstehungsgeschichte des berühmtesten Worpsweder Gemäldes, einer schwierigen Künstlerfreundschaft und der Liebe. Heinrich Vogeler, auf dem Höhepunkt seines Erfolgs, erhält im Juni 1905 die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft, besonders für das Bild »Das Konzert oder Sommerabend auf dem Barkenhoff«. Während es als Meisterwerk gefeiert wird, sieht Vogeler darin das Ergebnis dreifachen Scheiterns: seine Ehe kriselt, sein künstlerisches Selbstbewusstsein wankt, und eine fragile Freundschaft zerbricht. Rainer Maria Rilke, der literarische Stern der Worpsweder Künstlerkolonie, und Vogeler haben sich entfremdet, was das Bild widerspiegelt: Rilkes Platz zwischen den Frauen, die er liebt, bleibt demonstrativ leer. Modick erzählt kunstvoll von den Gründen für ihre Trennung, den Einfluss der Frauen, der Kunst, des Geldes und der Politik. Auf der Reise zur Preisverleihung erinnert sich Vogeler an die Gründung der Künstlerkolonie, die Magie seiner ersten Begegnung mit Rilke in Florenz, die Euphorie des gemeinsamen Aufbruchs sowie an Paula Modersohn-Becker und Clara Rilke-Westhoff, die Frauen, mit denen Rilke in einer skandalösen Dreiecksbeziehung verbunden war. Ein großartiger Künstlerroman, einfühlsam und klug.
Klaus Modick Knihy







Moss
- 192 stránok
- 7 hodin čítania
A masterpiece of eco-fiction from an acclaimed German author making his English-language debut
Ein Zeitzeugnis sondergleichen: So sahen die Briten uns Deutsche 1944. Mit einer Vorbemerkung von Helge Malchow und Christian Kracht Als sich die britischen Soldaten 1944, noch vor Kriegsende also, auf den Weg nach Deutschland machten, steckte dieses Büchlein in ihren Hosentaschen. Eine Anleitung des britischen Außenministeriums, wie mit uns Deutschen umzugehen sei, ein Attest der britischen Zivilisiertheit und eine Warnung vor einem »merkwürdigen Volk«. Die Soldaten sollten psychologisch geschult werden, um nicht auf die Propagandamittel der Nazis hereinzufallen. Es sollte ihnen aber auch deutlich gemacht werden, dass sie sich allen Deutschen gegenüber immer fair zu verhalten hätten. Sehr konkret und teilweise auch ziemlich skurril wird beleuchtet, was wir gerne essen und trinken, welche Sportarten wir betreiben und wie wir feiern. 400.000 Soldaten haben 1944 diesen Leitfaden erhalten, der ihr Bild von uns Deutschen entscheidend geprägt hat. Uns kann er auch heute noch einen Spiegel vorhalten, und das Bild von uns, das wir in diesem Spiegel sehen, ist manchmal erschreckend, manchmal amüsant und oft unfassbar komisch.
Weg war weg. Romanverschnitt.
- 251 stránok
- 9 hodin čítania
Oldenburger Kindheit und Schulzeit in den 50er und 60er Jahren
Authentisch und diskret berichtet Klaus Modick von einem Jahr Familienleben und seiner Rolle als Vater. Und selten haben derart subjektive Beobachtungen zu einer Aussagekraft gefunden, die zugleich das Allgemeine treffen. Montag, 12. Januar. Emily berichtet, in der Schule sei nach bekannten Künstlern gefragt worden, die aus Oldenburg stammen. Nach langem Schweigen und dem Hilfsstichwort vulgo: Eselsbrücke »Museum« sei endlich Horst Jansen genannt worden. Erneutes Schweigen. Nachfassen der Lehrerin, wie’s denn mit der Literatur sein? Da sei dann schließlich mein Name gefallen. Wohl mit gedachtem Fragezeichen. Das sei Emily alles sehr, sehr peinlich gewesen. Ich kann’s ihr nachfühlen, aber immerhin: In Oldenburg bin ich Goethe. Montag, 16. Februar. Abends werfen sich Jamie und die Mädchen in Schale. »Wo wollt ihr denn hin?« »Ins Theater.« »Und wieso fragt mich niemand, ob ich mit will?« »Weil du sowieso nicht mitgegangen wärst.« Wahrscheinlich stimmt das. Vielleicht stimmt es auch nicht. Als sie weg sind, komme ich mir furchtbar verlassen vor. Sie haben mich nicht einmal gefragt!
Das Kliff
- 155 stránok
- 6 hodin čítania
Ins Blaue
- 200 stránok
- 7 hodin čítania
Der Modick-Klassiker über eine Familie zwischen Alltag und Ferienidylle, zwischen Wirklichkeit und Einbildungskraft. Der stellungslose Akademiker Kurt und seine Lebensgefährtin Trudi, Referendarin im Schuldienst, können sich diesen Sommer keine Reise leisten, und Trudi muss sich ohnehin auf ihre Lehrprobe vorbereiten. Kurt verbringt derweil die meiste Zeit mit seinem besten Freund Feuerstein, einem verhinderten Dichter, in der Stammkneipe. In einer Nacht mit unzähligen Gläsern Côtes du Rhône überredet Feuerstein ihn, sich den ersehnten Urlaub einfach mittels Literatur zu erschreiben. Und so setzt sich Kurt an die Schreibmaschine und fährt los, im VW-Bus mit Trudi Richtung Marseille …



