Brauer und Apotheker - eine seltsame Personalunion
Ein Beitrag zur pharmazeutischen Geschichte des Bieres
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In Apotheken wurde Bier gelegentlich als Menstruum zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet, wie der Berliner Hofapotheker Caspar Neumann bemerkte. Diese Praxis wirft Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die heutige Wahrnehmung des Alkohols. Die Untersuchung beleuchtet die Rolle des Bieres im Leben der Apotheker und Arzneimittelhersteller. Durch die Auswertung zahlreicher Primär- und Sekundärquellen, darunter pharmazeutische Fachzeitschriften, Lehrbücher und Laborberichte, wird deutlich, dass Bier den Apothekern auf vielfältige Weise begegnete. Es diente nicht nur zur Herstellung und Einnahme von Arzneimitteln, sondern Apotheker waren auch verantwortlich für die Analyse von Bieren hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und unerlaubter Zusätze. Einige Apotheker wechselten sogar in die Brauindustrie oder gründeten Braulehrschulen. Diese Studie liefert neue Erkenntnisse zur Bedeutung des Bieres in der Pharmazie und schließt Wissenslücken in der Brau- und Pharmaziegeschichte. Die Themen reichen von medizinischen Anwendungen über die Herstellung von Medizinalbieren bis hin zu bedeutenden Pharmazeuten, die zur Entwicklung der Brauwissenschaften beitrugen.
