Zwischen Identifikation, Gängelung und Abschreckung
Darstellung und Funktion lesender und dichtender Figuren in der Kinder- und Jugendliteratur
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Bücher gelten seit jeher als Medium für Wissen und Bildung. Mit der Massenalphabetisierung im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Lesefähigkeit, die als fortschrittlich angesehen wurde, auch kritisch betrachtet. Die Diskussion über die Art des Lesens und die Inhalte bleibt bis heute aktuell. Literatur spiegelt gesellschaftliche Diskurse wider, wobei die Allgemeinliteratur den aktuellen Zustand reflektiert, während Kinder- und Jugendliteratur oft einen erstrebenswerten Zustand thematisiert. Diese Studie untersucht, wie die Debatte in der Kinder- und Jugendliteratur abgebildet wird und wie ideale Lektüre durch Identifikationsfiguren inszeniert wird. Im Fokus stehen lesende Figuren, die als Vorbilder oder abschreckende Beispiele fungieren. Es wird analysiert, welche Strategien zur Lenkung der Rezipienten durch die Kombination von Dichter- und Leserfiguren in kinder- und jugendliterarischen Texten entwickelt werden und wie sich deren Ziele und Verfahren im literaturgeschichtlichen Verlauf verändern. Die Untersuchung umfasst verschiedene Aspekte wie die Darstellung des Lesers, den Künstlerroman, das Buch-im-Buch-Motiv sowie die Rolle von Bildung und moralischer Erziehung in der Kinder- und Jugendliteratur.
