Private Investigations im Wandel - Rechtsstaatlich (un)bedenkliche Phänomene?
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Vera Prechtel untersucht Private Investigations im Kontext der Rechte von Beschuldigten und Verteidigern, wobei sie verschiedene Typen von Ermittlungen anhand der „Weisungsabhängigkeit“ differenziert. Besondere Beachtung finden die Regelungen des VerSanG-E. Interne Ermittlungen können der Verteidigung nützen, bergen jedoch das Risiko einer problematischen Privatisierung der Aufklärung, da Untersuchungsführer als Hilfsorgane der Strafverfolgungsbehörden agieren. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Frage, wann Private Investigations als bedenkliche „Kooperationsphänomene“ eingestuft werden können, die mit rechtsstaatlichen Standards in Konflikt stehen, und wie dem begegnet werden kann. Die Untersuchung gliedert sich in mehrere Abschnitte: Zunächst wird der Wandel der Strafverfahren und die zunehmende Bedeutung von Private Investigations thematisiert. Danach wird das „Gesetz zur Stärkung der Integrität in der Wirtschaft“ als Beispiel für besorgniserregende Entwicklungen betrachtet. Ein weiteres Kapitel behandelt die Vereinbarkeit von Private Investigations mit wesentlichen Prozessmaximen und die Herausforderungen, die sich bei der Integration in das deutsche Strafrecht ergeben. Abschließend wird ein Lösungsvorschlag zur unbedenklichen Nutzung von Private Investigations präsentiert, der auf einen modernen Präventivansatz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität abzielt.
