Synthese und Charakterisierung von silikonbasierten Polyharnstoff-Elastomeren für die Anwendung als
Dissertationsschrift
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Intraokularlinsen (IOLs) sind die einzige chirurgische Behandlung für Katarakt, bei der die trübe natürliche Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt wird. Die meisten kommerziellen IOLs bestehen jedoch aus steifen Acrylat- oder Methacrylat-Polymeren, die die Akkommodation im Auge einschränken. Diese Arbeit untersucht die Synthese und Charakterisierung von weichen, flexiblen silikonbasierten Polyharnstoff-Elastomeren als biokompatibles Material für faltbare akkommodierende IOLs (a-IOLs). Amino-terminierte Polysiloxane wurden durch Ring-Ketten-Äquilibrierung eines cyclischen Siloxans und des niedermolekularen Endblockers 1,3-Bis(3-aminopropyl)-tetramethyldisiloxan (APTMDS) synthetisiert. Die Silikonpolyharnstoff-Elastomere entstanden durch Polyaddition dieser Polysiloxane mit verschiedenen aliphatischen und aromatischen Diisocyanaten sowie dem siloxanbasierten Kettenverlängerer APTMDS. Die PSU-Elastomere, die auf H12MDI basieren und einen HS-Anteil von 10% sowie ein Poly(dimethyl-co-methylphenylsiloxan) mit 14 mol% Methylphenylsiloxan enthalten, zeigen hohe Transparenz, einen niedrigen E-Modul und einen geeigneten Brechungsindex für akkommodierbare IOLs. In vitro Zytotoxizitätstests belegen, dass diese PSU-Elastomere nicht zytotoxisch sind und somit als biokompatible Materialien in Betracht gezogen werden können.
