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Anna Tailor

    Und dennoch wir
    • Und dennoch wir

      • 366 stránok
      • 13 hodin čítania

      Drei Monate Zwei luxuriöse Hotelzimmer Eine Verbindungstür …Flora liebt Blumen und Fünfzigerjahre-Kleider, ihr Kopf quillt über vor Fantasie. Geldnot zwingt sie, ein spontanes Jobangebot in einer fremden Stadt anzunehmen, doch sie hat panische Angst vor dem Alleinsein.Zu allem Überfluss bewohnt Marc, ihr neuer Chef, das Hotelzimmer neben ihr und lässt sie eiskalt abtropfen. Gerade als sie aufgeben will, bietet ausgerechnet er ihr seine Hilfe an. Im Job und privat.Warum? Darüber kann sie nur rätseln. Ihre abendlichen Treffen entwickeln sich schnell zu Feuerwerken unausgesprochener Gefühle. Doch da sind Fragen, auf die es keine Antworten gibt, und unsichtbare Grenzen, die Flora ratlos zurücklassen.Warum fühlt sich bloß alles so falsch und gleichzeitig so verdammt richtig an?LeseprobeMarc führte sie an einen der Tische am Fenster. Flora ließ ihren Blick über die funkelnde Stadt gleiten. Sie hatte noch immer kein Wort gesagt.»Es ist sehr schön hier«, machte sie einen lahmen Versuch.Marcs Blick bohrte sich ihn ihren. »Was ist los?«Wenn ich das bloß wüsste. »Nichts, es war nur ein ziemlich aufregender Abend bis jetzt.«»Hm. Ein bisschen tanzen, ein bisschen quatschen und trinken, eigentlich ein ganz normaler Clubabend, würde ich sagen, oder?«»Ich war bisher selten in einem Club und das Ende war für mich mehr als ungewöhnlich. Anders natürlich als für dich.« Konzentriert betrachtete sie die Maserung des Tisches.»Anders als für mich?«»Nun, es steht wohl fest, dass du im Allgemeinen sehr erfolgreich darin bist, Frauen in kurzer Zeit von dir zu überzeugen.«»Du meinst Abschleppen?«»Ist es das?«»Ich denke, schon.«»Und kommt es häufiger vor?«, fragte Flora in einem belanglosen Plauderton, während sie mit ihrem Finger wieder und wieder ein Astloch umkreiste.Aus dem Augenwinkel sah sie, wie Marc sich mit der Hand über die Augen fuhr und seine Haare nach hinten strich, bevor er sich zu ihr vorbeugte. »Was genau möchtest du wissen?«Ja, was eigentlich? Eine Bedienung legte zwei Karten vor ihnen ab. Flora war froh über die Unterbrechung. Sie fing sofort an, darin zu blättern. Marc ließ seine auf dem Tisch liegen. Irritiert blickte sie zu ihm hinüber und sah, dass er sie aufmerksam beobachtete. Ihre Wangen wurden warm.»Flora, es gibt Frauen, die suchen beim Discobesuch nicht die große Liebe, genauso wie ich. Es ist eine faire Sache. Sie bekommen, was sie wollen, und ich bekomme, was ich will. Ein klarer …«Entsetzt riss Flora die Augen auf. »Bitte nicht ›Deal‹ sagen«, flüsterte sie.Ein wenig erschrocken sah er sie an. »Okay, dann sage ich es nicht.« Nach ein paar Sekunden fügte er hinzu. »Aber all das hat nichts mit dir zu tun.«»Ja, zum Glück.« Ihre Stimme triefte vor Sarkasmus. Flora verfluchte sich. Sie hätte so gerne souverän und desinteressiert geklungen. Sich mit ihm über seine brillanten Eroberungskünste amüsiert, vielleicht auf eine kumpelhafte Art, stattdessen brannte das Lächeln, an dem sie sich versuchte, auf ihrem Gesicht.

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