Kniha O želaní stať sa Indiánom patrí medzi najvýraznejšie diela modernej rakúskej literatúry. Rozpráva o fiktívnom stretnutí mladého a chudobného Franza Kafku so starnúcim spisovateľom Karlom Mayom na palube zaoceánskeho parníka smerujúceho do Spojených štátov. Úradník Franz Kafka sa viac-menej náhodným nalodením pokúša uniknúť z dosahu svojho despotického otca a zároveň túži skoncovať s neustálym nutkaním písať prózu. Súdnymi spormi a novinárskym očierňovaním štvaný autor dobrodružných románov Karl May si zase chce na svojej prvej oficiálnej ceste za veľkú mláku oddýchnuť a navštíviť miesta, ktoré tak farbisto opísal vo svojom diele. V novele Petra Henischa je to napokon práve May, kto počas dlhej plavby inšpiruje Kafku, aby napísal jedno z najslávnejších diel svetovej literatúry – románu Amerika. Úchvatný opis stretnutia dvoch mentalít na ceste do Nového sveta je napísaný s veľkou erudíciou, ale aj s iróniou a nadhľadom. Je brilantnou úvahou o rozpade hodnôt na počiatku nového veku, o hľadaní porozumenia medzi starým a novým. „Novela plná vtipu a irónie je zároveň majstrovským dielom literárnej reflexie.“Süddeutsche Zeitung
Peter Henisch Knihy
Peter Henisch je rakúsky spisovateľ, ktorý sa vo svojej tvorbe často zaoberá osobnými a historickými témami, najmä zložitými vzťahmi medzi otcom a synom a hľadaním vlastnej identity v kontexte minulosti. Jeho literárny štýl sa vyznačuje hlbokou introspekciou a poetickým jazykom. Henisch skúma, ako môžu byť osobné príbehy prepojené so širšími spoločenskými a historickými udalosťami, a ponúka čitateľom podnetné reflexie o pamäti, traume a dedičstve. Jeho diela často odhaľujú jemné nuansy ľudskej psychiky a medzi generáciami odovzdávané vzorce správania.







Karl May trifft Franz Kafka auf einem Schiff nach Amerika. Wahr? Besser kann man es nicht erfinden. Im Kopf war Karl May ja schon oft in Amerika. Aber erst im September 1908, da ist er 66, macht er sich wirklich auf, um sich in Bremerhaven nach New York einzuschiffen, gemeinsam mit seiner zweiten Frau Klara. Und wie es der Zufall will, trifft er auf dem Schiff ausgerechnet Franz Kafka, einen jungen Mann, der sehr schmal und sehr blass an der Reling steht. Will er sich, Gott behüte, ins Meer stürzen? Und wer, wenn nicht Karl May und die viel jüngere Dame an seiner Seite, soll ihn davor retten, für die Literatur und das Leben? Das ist der Stoff, aus dem gute Geschichten sind, und manchmal sind das eben Dreiecksgeschichten. Peter Henischs Buch ist ein amüsantes Fantasie-Stück, ein raffiniertes Kammerspiel zwischen Realität und Fiktion. Mit leichter Hand und viel Fingerspitzengefühl bringt er Dinge zusammen, die wir in unserer Schulweisheit gerne trennen: Karl May und Franz Kafka, U und E, Lebenslüge und Lebensangst. Wen wundert’s, dass da die Funken sprühen!
Negatives of my Father explores the special relationship between the author and his father, a well-known press photographer, to reflect the generation conflict which was intensified by his father's absences and actions during World War II. Both the press photographer and the writer are artists, exploiting reality as material for their respective arts, but they hold contrasting views of reality and cannot resolve their artistic and moral differences. The father, proud of his achievements as a war photographer, feels that he could carry out his duties without involvement in the moral issues, while the son rejects this attitude as an abrogation of moral responsibility. After his father's death the son reaches a more sympathetic understanding of his father's point of view.
Steins Paranoia
Roman
Max Stein, in Kanada geboren, strebt danach, ein guter Österreicher zu sein. Doch eines Tages wird ihm klar, dass dies nicht mehr so einfach ist. Mit seiner zehnjährigen Tochter betritt er eine Trafik, um eine Zeitschrift zu kaufen, und hört einen Satz, der in der Gesellschaft oft unreflektiert bleibt. Dieser Satz, der in eine breitere Öffentlichkeit dringt, lässt Stein nicht los und wird zu einer fixen Idee für ihn. Er erkennt, dass er darauf hätte reagieren müssen. Die Entwicklung, die folgt, ist sowohl tragisch als auch komisch, und Max fühlt sich zunehmend isoliert, während er sich in eine kleine Wohnung zurückzieht. Dort wird er von der Erinnerung an seinen verstorbenen Großvater heimgesucht, der ihn auffordert, die Dinge zu klären. An dem Ort, an dem er seine Stimme hätte erheben sollen, trifft er Clarissa, eine Frau, die sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt und bereits ihren Rückflug gebucht hat. Trotz seines Unbehagens in seiner österreichischen Identität kann Max sich nicht von ihr lösen. Die Geschichte entfaltet sich zwischen persönlichen Konflikten und gesellschaftlichen Herausforderungen, während Max versucht, seinen Platz in einer komplexen Welt zu finden.
Der Autor Paul Spielmann, der auf einer Bank im Park sitzt und schreibt, ist irritiert. Wer ist der Mensch, der plötzlich auftaucht und ihm zu nahe rückt? Bildet sich der doch tatsächlich ein, dass es in Spielmanns Roman „Steins Paranoia“ um ihn geht. Er heißt Max Stein, wie der Protagonist, und anscheinend gibt es auch Parallelen zwischen seiner Geschichte und der im Roman. Am nächsten Tag setzt sich Spielmann auf eine andere Bank, wird den Quälgeist aber nicht los. Als er beschließt, ab sofort zu Hause zu arbeiten, beginnt Stein, Spielmanns Entführung vorzubereiten. Spielerisch wechselt Peter Henisch die Ebenen zwischen Fakten und Fiktion, zwischen Leben und Literatur, wie das nur ein ganz großer Erzähler kann.
Großes Finale für Novak
- 295 stránok
- 11 hodin čítania
Ein Roman mit Knalleffekt und voll leiser Ironie: komisch, tragisch, furios! Novak entdeckt die Welt der großen Gefühle spät und ausgerechnet im Krankenhaus. Weil ihm sein Zimmergenosse Nacht für Nacht den Schlaf raubt, leiht ihm die indonesische Krankenschwester Manuela ihren Walkman samt Kassetten und infiziert ihn so mit ihrer Liebe zur Oper. Aus dem Krankenhaus entlassen, findet er nicht so recht in sein gewohntes, gewöhnliches Leben zurück. Manuela hat ihm die Ohren geöffnet, allerdings auch für die Zumutungen des lärmenden Alltags, für Rasenmäher, Pressluftbohrer und seine Frau Herta. Während er weiter seinem Laster frönt und Opern hört, vermutet sie hinter seiner Leidenschaft die Liebe zu einer anderen Frau. So falsch liegt sie damit auch nicht. Doch Manuela ist plötzlich verschwunden. War sie nur ein Trugbild auf der Bühne von Novaks späten Träumen? Oder hat Herta etwas mit ihrem stillen Abgang zu tun? Das Finale ist auch ohne sie große Oper: grausam dramatisch.
Der Jahrhundertroman
- 288 stránok
- 11 hodin čítania
Als Buchhändler war der alte Herr Roch stets von Büchern umgeben, nun hat er selbst einen „Jahrhundertroman“ geschrieben. Es soll darin um Literatur gehen – von Musil und Roth bis zu Bachmann und Handke. In Geschichten, in denen der Möglichkeitssinn die Wirklichkeit oft ausblendet. Die Studentin Lisa, Kellnerin in Rochs Stammcafé, soll das Manuskript für ihn abtippen. Da sie Rochs Schrift nicht lesen kann, will er ihr diktieren, doch alles ist heillos durcheinandergekommen. Zwischen dem alten Mann, der voller Geschichten steckt, und der jungen Frau, die ihm nicht alles glaubt, entwickelt sich eine ambivalente Beziehung. Doch Lisa hat auch andere Sorgen: Ihre Freundin Semira soll abgeschoben werden. Kann Rochs Bücherlager ihr Zuflucht bieten?
Schwarzer Peter
Roman
Ein umfangreicher Roman vom Etwas-Anders-Sein Peter ist nicht ganz schwarz – aber schwarz genug. Jedenfalls zu schwarz für die Verhältnisse, in die er 1946 als Sohn einer Wiener Schaffnerin und eines US-Soldaten hineingeboren wird. Später verlässt er Wien und landet in einer Pianobar in New Orleans. Am Klavier erzählt er sein Leben. Wien und New Orleans, schwarz und weiß, Heiterkeit und Verzweiflung sind Kontrapunkte einer Geschichte, die man, wie manche Melodien, nicht mehr vergisst.
Sein Vater machte als Kriegsberichterstatter Karriere: verschanzte sich hinter der Kamera und unterstützte mit seinen Bildern die Kriegspropaganda. Peter Henisch versucht, das Leben seines Vaters zu erzählen, sich ihm anzunähern - kritisch, zuweilen ablehnend und doch mit viel Zuneigung.



