Das Werk behandelt die Herausforderungen und die Zukunft regionaler Kooperation in Südosteuropa. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen dabei die zunehmende Diversität in der Region, die neue Aufteilung und Widersprüche entstanden durch die aktuelle EU-Osterweiterung, die Koexistenz der zahlreichen Kooperationsprogramme sowie die immer noch ungelösten Probleme im Bereich Sicherheit.
Bruno Kreisky hat wie kein anderer Staatsmann die Zweite Republik geprägt. Sein politisches Wirken als Staatssekretär, Außenminister, SPÖ-Vorsitzender und schließlich als Bundeskanzler von 1970 bis 1983 hat Österreich von Grund auf verändert und modernisiert. Kreiskys aktive Neutralitätspolitik in Zeiten des Kalten Krieges hat ihm weit über Österreichs Grenzen hinaus Anerkennung gebracht.
Legendär waren seine intellektuelle und rhetorische Brillanz und der grantelnde Humor. Sein langjähriger Mitarbeiter Wolfgang Petritsch hat für diesen Band Kreiskys Sprüche – oftmals durchaus widersprüchlich formuliert – ausgewählt und kommentiert.
Kreativität, Gestaltungswillen – und der für ihn so typische grantelnde Humor: Kreiskys widerspruchsvolle Persönlichkeit spiegelte sein außergewöhnliches Leben. Der weltoffene Intellektuelle prägte den politischen und wirtschaftlichen
Aufstieg Österreichs. Als Bundeskanzler (1970 bis 1983) leitete er grundlegende Reformen und die längst fällige Modernisierung ein und machte die SPÖ zu
der erfolgreichsten sozialdemokratischen Partei Westeuropas. Eine enge Freundschaft verband ihn mit Willy Brandt. Kreisky war ein Vermittler zwischen Ost und West, ein Makler auf der Weltbühne. Ein kluger Analytiker, der das Talent
besaß, den Draht zum „einfachen“ Bürger herzustellen. Die vorliegende Biografie basiert auf der jahrzehntelangen Beschäftigung des Autors mit dem Phänomen
Kreisky und greift auf bisher unbekannte Quellen zurück. Wolfgang Petritsch führte zahlreiche Interviews mit internationalen Zeitzeugen und in Kreiskys privatem
Umfeld, um das schillernde Bild dieser beeindruckenden Persönlichkeit zu komplettieren.
Warum hat es 56 Jahre gedauert, bis in Kärnten endlich eine Lösung des "Ortstafelkonflikts" möglich war? Was kann der jüngst geschlossene Kompromiss verändern? Zwanzig Interviews, die nach lebens- und landesgeschichtlichen Erfahrungen, aber auch nach Wünschen und Perspektiven fragen, biten eine Basis, um "alte" Standpunkte in Kärnten neu verstehen zu können.
Wolfgang Petritsch war Sekretär von Bruno Kreisky, später österreichischer Botschafter in Belgrad und bei den Vereinten Nationen und der OECD in Paris sowie Kosovo-Sonderbeauftragter der EU und Hoher Reprä-sentant der UNO für Bosnien. Lehrtätigkeit in Harvard und Berkeley, international übersetzter Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher.
Dieser neue Zuwachs im schon recht breiten Kosovo-Segment unterscheidet sich in zwei Kriterien von bisherigen Editionen. In der 1. Buchhälfte wird die Historie (vom 13. Jahrhundert bis 1997) vor allem unter Aspekten der Genese und Instrumentalisierung von Mythen im Verhältnis Serben - Albaner beleuchtet. Dem dient die starke Nutzung zeitgenössischer Belege (so von Abbildungen, z.T umfangreichen Zitaten aus Heldenepen, Pressemeldungen, einem Soldatentagebuch, auch dem berüchtigten Akademie-Memorandum Serbiens von 1986). Geschichte kommt so näher, wird greifbarer, gefördert zugleich mit der durchgängig gehandhabten, nachschlagefreundlichen Seitengestaltung (Stichworte und Jahreszahlen am Textrand). Register aber fehlen völlig. In der 2. Buchhälfte werden erstmals in sehr großer Detailfülle 'die diplomatischen Bemühungen der internationalen Gemeinschaft' ab 1997 gewürdigt. Abgedruckt sind die wichtigsten Dokumente (so komplett der Vertrag von Rambouillet 1999), allerdings überwiegend allein in Englisch. Dieser 2. Buchteil ist sicher nur für einen kleinen Leserkreis von Interesse. (2 A)