Natur wahrnehmen mit der Rucksackschule
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leibhaftig, einsam, fern und wild – Naturerfahrungen zwischen Metropole und Wildnis
Bei seiner Visionssuche in Natur und Landschaft trifft der Autor auf die amerikanische Denkfigur Wilderness. Er prüft deren Widerhall in literarischen Zeugnissen, in Naturtagebüchern und aus realer Erfahrung in Nationalparks und in Wildnisgebieten, und erfährt dabei die emotionale Durchschlagskraft von Solitude (Natureinsamkeit). Er sucht nach Übertragungsmöglichkeiten. Mit Frankfurter Studierenden durchquert er tagelang ein unbesiedeltes, wildes norwegisches Hochland. Die Wanderung bekräftigt die Eindrucksstärke einfachen Unterwegsseins in einsamer Landschaft. Darin bildet das unfassbar Wilde einen sonderbar eigenen Seinsgrund ab, der zu kritischem Vergleich mit den gewohnten Erfahrungen im Zivilisationsalltag herausfordert. Sie kommmen verändert wieder.
Kolloquium zur Verabschiedung von Gerhard Trommer
Exkursionen und Klassenfahrten sind im Schulalltag unverzichtbare Highlights, die den SchülerInnen vielfältige Arbeits- und Erlebensmöglichkeiten bieten, die im regulären Unterricht nicht realisiert werden können. Diese Aktivitäten fördern nicht nur das soziale Lernen, sondern eröffnen auch spezielle fachspezifische und fachdidaktische Chancen, insbesondere im Fach Biologie. Biologie bietet zahlreiche attraktive Möglichkeiten für außerschulisches Lernen, das im Gegensatz zum theorieüberlasteten Unterricht steht. Hier können Lernorte außerhalb des Schulgebäudes integriert werden, was zu einem besseren Verständnis biologischer Sachverhalte und effektiveren Lernprozessen führt, besonders im Kontext des „Lernens im Kontext“. Wichtige Aspekte sind die originale Begegnung, Primärerfahrung, Handlungs- und Erlebnisorientierung sowie eine gesteigerte Motivation. Klassenfahrten mit biologischem Hintergrund ermöglichen den SchülerInnen, Lebewesen in ihren natürlichen Habitaten kennenzulernen und sich handlungsorientiert mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Diese Erlebnisse können die Grundeinstellung der Schüler zur Natur verändern. Angesichts der urbanisierten Lebensräume vieler Menschen ist die Förderung von Naturerlebnissen im Rahmen einer nachhaltigen Naturbildung heute von zentraler Bedeutung. Ein Biologieunterricht, der über das Klassenzimmer hinausgeht, kann zu einem bedeutungsvolleren Lernen führen und die Entwicklung einer nach
Ein Ökologiekurs im Wattenmeer
Das Wattenmeer – eine der letzten Naturlandschaften Mitteleuropas – ist einzigartig. Es ist Lebensraum vieler besonderer Pflanzen und Tiere, Nahrungs-, Mauser- und Brutplatz tausender Vögel, Kinderstube einiger Fischarten und Lebensraum für Seehunde. Seit jeher übt das Wattenmeer auf Menschen eine ganz besondere Faszination aus: die Weite, die Stille, das Licht, die raue Schönheit. Der vorliegende Band soll einen Anreiz geben, diese besondere Landschaft für Ökologiekurse zu nutzen. Der Band richtet sich an alle, die mit Erwachsenen- oder Schülergruppen Ökologiekurse im Wattenmeer durchführen möchten. Sorgfältig ausgewählte biologische Inhalte aber auch eine Fülle von methodischen Anregungen werden darin auf die Landschaft des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer bezogen. Es wird ein fünftägiger Ökologiekurs mit einer abwechslungsreichen Methodik vorgestellt: von der Eemmuschel-Phantasiereise bis zum Sturmfluttanz. Der Leser wird inhaltlich über die wichtigsten Themen informiert und erhält eine genaue Beschreibung des Kursablaufs sowie wertvolle Tipps zur Vorbereitung. Kleine szenische Darstellungen aus situationsnah erlebter Kursrealität stimmen auf den Kurs im Wattenmeer ein. Ursprünglich wurde der Ökologiekurs für die Insel Wangerooge konzipiert. Er ist aber ohne großen Aufwand auf andere Düneninseln im west- und ostfriesischen Wattenmeer übertragbar.