Eingebettet zwischen ein Einleitungskapitel, das auf die Bedeutung früher Leseeindrücke eingeht, und ein Abschlußkapitel, das sich mit der immer wieder spannenden Frage nach der Wichtigkeit des Vorlesens im Kindesalter befaßt, werden in sechs Kapiteln verschiedene alte, aber zeitlos gebliebene Kindertexte hinsichtlich ihrer Aktualität untersucht und didaktisch aufbereitet: - die zwei Andersen-Märchen Der Tannenbaum und Tölpel-Hans - die Kindergedichte Erich Kästners - die Kinderbücher Stoffel fliegt übers Meer von Erika Mann und Macius von Janusz Korczak - einige Kinderbücher von Astrid Lindgren - die beiden Kinderklassiker Pinocchio und Alice im Wunderland
Michael Sahr Poradie kníh






- 2007
- 2004
Kinder brauchen Bücher, aber auch ansprechende Filme, die ästhetisch anspruchsvoll sind. Trotz der begrenzten Auswahl an solchen Filmen gibt es sie, und es ist wichtig, sie im Deutschunterricht zu integrieren. Filmerziehung spielt eine zentrale Rolle in der Schule, insbesondere zur Förderung des Lesens. Dieses Buch untersucht die Kinderbuch-Verfilmung als Zugang zur Literatur und widerlegt die weitverbreitete Ansicht, dass Filme das Lesen behindern. Vielmehr gibt es Wege, über neue Medien das Interesse am Buch zu wecken und den Unterricht zu bereichern. Im ersten Teil werden theoretische Aspekte behandelt, wie die Bedeutung von Medien in der Lebensrealität der Kinder, der Vergleich von Buch und Kinderfilm sowie Kriterien für die Filmauswahl und didaktische Überlegungen. Der zweite Teil konzentriert sich auf die Unterrichtspraxis und analysiert sechs ausgewählte Spiel- und Animationsfilme. Hier wird gezeigt, wie Filme Literatur vermitteln und erlebbar machen, wie sie mit den literarischen Vorlagen kombiniert werden können und wie die Qualität der Umsetzung sowie die Eignung für den schulischen Einsatz bewertet werden.
- 2002
Die Auseinandersetzung mit Märchen im Unterricht ist von großer Bedeutung und bedarf keiner Entschuldigung. Märchen sind für Kinder unverzichtbar, besonders in einer Zeit, in der viele mehr Zeit vor Bildschirmen verbringen als in der Schule. Sie faszinieren und emotionalisieren auch heute noch, während sie für Lehrkräfte eine attraktive Textgattung darstellen, die sich hervorragend im Unterricht nutzen lässt. Im ersten Teil werden sieben Thesen über Märchen präsentiert und erläutert, ergänzt durch Stichworte wie Märchenphantasie, kreativer Umgang mit Märchen, Wirkungen der Märchen und Märchenfilme im Unterricht. Der zweite Teil widmet sich der praktischen Umsetzung im Unterricht und zeigt, wie Märchen heute gelesen werden können. Der Ansatz ist, dass Kinder ab etwa neun Jahren es spannend finden, neben den Originalen auch moderne Märchenvarianten kennenzulernen und sich kritisch mit medialen Adaptionen auseinanderzusetzen. Dazu werden Beispiele aus einem Grimmschen (Hans im Glück) und einem Andersen-Märchen (Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern) herangezogen. Abschließend wird der Umgang mit einem veränderten Märchen (Janoschs Froschkönig) und einer märchenartigen Geschichte (Nikolaus Heidelbachs Buch für Bruno) thematisiert. Der Autor, Dr. Michael Sahr, ist Lehrer und war zuletzt am Institut für Germanistik an der Universität Regensburg tätig.
- 2001
Im Laufe seiner mehr als dreißigjährigen Beschäftigung mit Kinder- und Jugendliteratur hat sich der Verfasser immer wieder mit bestimmten Themen und Problemfeldern auseinander geSetzt, die er nun - am Ende seiner Berufstätigkeit angekommen- abschließend betrachtet. Als Rahmen dient ein ganz persönliches Alphabet: die einfache Aneinanderreihung der Buchstaben von A (=Angst: Erlebte und erlesene Angst bei Kindern) bis Z (=Zukunft der Literatur: Ist das Leseland verloren). Aber es ist etwas anderes als ein Lexikon zur Kinderliteratur dabei herausgekommen. Zu jedem Buchstaben hat Michael Sahr einen Begriff, ein Thema oder eine Problemfrage gesucht, die er dann auf fünf bis zehn Buchseiten - weniger in wissenschaftsorientierter, mehr in essayistischer Form - ausführt. Ein Vorwort des Schriftstellers Harald Grill und ein Nachwort, in dem der Verfasser von seinen ersten prägenden Leseerlebnissen erzählt, umrunden das Ganze.
- 1999
Der berühmte Märchenerfinder Hans Christian Andersen wird bald doppelt gefeiert: Er wurde 1805 in Odense geboren und starb 1875. Viele seiner Märchen sind so bekannt, dass sie oft zitiert werden, ohne dass die Leute sie gelesen haben. Andersen-Märchen sind derzeit sehr populär, was sich auf dem Buchmarkt und in verschiedenen Medien zeigt. Trotz dieser Beliebtheit werden seine Geschichten in Schulen oft als zu lang, zu traurig oder für ältere Kinder geeignet angesehen. Dieses Buch möchte solchen Vorurteilen entgegenwirken. Es enthält eine Untersuchung über Andersens biographische Wurzeln und die Bedeutung seiner Märchen für die Kinderliteratur. Sieben ausgewählte Märchen werden ausführlich analysiert und didaktisch aufbereitet: Das hässliche Entenküken, Der standhafte Zinnsoldat, Die Schneekönigin, Die Prinzessin auf der Erbse, Des Kaisers neue Kleider, Was Vater tut, ist immer richtig und Die Nachtigall. Ziel ist es, Lehrer zu ermutigen, Andersen wieder in den Unterricht zu integrieren. Dies ist wichtig, da seine Märchen zeitlos sind und psychische Aktualität besitzen, die über das Entstehungsdatum hinausgeht. Sie bieten intensive Leseerlebnisse, die auf die Lebenswelt und Gefühle der heutigen Schüler übertragbar sind.
- 1998
Didaktische Begriffe wie Leseförderung sind unverzichtbar geworden. Früher beschränkte sich Leseförderung auf leseschwache Kinder in den Anfangsklassen, doch heute umfasst sie alle Schüler unabhängig von Jahrgang oder Schultyp. Diese Erweiterung ist eng verbunden mit der zunehmenden Leseabstinenz vieler Heranwachsender, bedingt durch die rasante Ausbreitung elektronischer Medien. Um Schüler zu Buchlesern zu erziehen, reicht es nicht aus, dass in der Schule sporadisch aus Lese- oder Sachbüchern gelesen wird oder dass Bücher in Bibliotheken bereitgestellt werden. Leseförderung erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit ganzen Büchern und stellt die Fragen der Buchauswahl und der didaktischen Vermittlung in den Vordergrund. Welche Bücher eignen sich besonders gut für die schulische Lektüre? Wie können Bücher und Schüler effizient zusammengebracht werden? Im weiteren Verlauf werden Analysen und konkrete Unterrichtsvorschläge zu Märchen (z. B. Der gestiefelte Kater, Hänsel und Gretel) sowie zu Bilderbüchern (z. B. Der Aufzug, Der Elefant und das Telefon) und dem neuen Kindertaschenbuch Hans im Glück vorgestellt. Leseförderung in der Schule ist eine gemeinsame Aufgabe von Lehrern, Eltern, Autoren, Wissenschaftlern, Buchhändlern, Bibliothekaren, Politikern und Medienverantwortlichen und ist heute dringender denn je!