Hans Morgenthaler, známy ako Hamo, bol pozoruhodný autor, ktorého dielo čerpalo z jeho rozmanitých životných skúseností. Jeho skoré štúdium zoológie a botaniky a neskoršia kariéra geológa v juhovýchodnej Ázii mu poskytli bohatý materiál, ktorý vložil do svojho literárneho diela. Po návrate do Švajčiarska kvôli chorobe sa plne venoval písaniu a jeho ázijské dobrodružstvá sa stali ústrednou témou jeho románov. Napriek osobným bojom s chorobou a duševnou nepohodou jeho písanie často skúmalo témy života na cestách a osobné výzvy.
Die erotische Entwicklung eines Mannes wird durch seine Begegnungen mit zehn Frauen beleuchtet, die ihn von der Jugend bis ins reife Alter begleiten. Jede Begegnung bringt unerwartete Ereignisse und Erfahrungen mit sich, die über die üblichen Ratgeber hinausgehen. Zwischen Frustration und Lust entfaltet sich eine facettenreiche Erzählung, die die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Herausforderungen der Erotik thematisiert.
Briefwechsel mit Ernst Morgenthaler und Hermann Hesse
In Hamos Briefen, die nach seiner Rückkehr aus Siam im Jahr 1922 beginnen, entfaltet sich eine Odyssee, die von den zahlreichen Leidensstationen dieses „Künstlermenschen“ erzählt. Krankheit und der Wunsch zu sterben sind allgegenwärtig, doch gleichzeitig drückt sich ein unstillbarer Hunger nach Liebe und Glück aus. Angesichts seiner zunehmenden menschlichen und künstlerischen Isolation wird das Schreiben von Briefen zu einem Überlebensmittel in der „elend engen“ Schweiz. Ob in Arosa, im Irrenhaus oder im Tessin: Der Leser begegnet dem harten Alltag eines kompromisslosen Schriftstellers, der mit seiner Sprache die extremen Spannungen seines Lebens „hautnah“ einfangen wollte. Die Briefe, oft Schreie, Gebete und Flüche, sind Hamos radikalstes und unbekanntestes „Werk“. Empfänger dieser „Notsignale“ sind Hermann Hesse und der „Maler-Vetter“ Ernst Morgenthaler, die in Hamos Leben Stützpunkte waren, bei denen er Rat und Trost suchte. Morgenthaler bezeichnete Hamos' Literatur als das „seltsamste Gemisch von Traurigkeit und Humor“ und könnte diese Formel auch auf seine eigenen brieflichen Äußerungen anwenden. Der Austausch mit Hesse bietet interessante Einblicke in dessen „Steppenwolf-Zeit“, in der Hesses existenzielle Probleme oft in Hamo gespiegelt wurden. Zusammen mit den Zeugnissen von Morgenthaler und Hesse entsteht eine Art Biografie in Briefen, die die Situation des Künstlers in der Schweiz der 1920er Jahre beleuchtet.
Hans Morgenthaler (1890-1928) ist trotz einiger weniger verlegerischer und literaturkritischer Bemühungen in den sechziger und siebziger Jahren immer noch ein Autor, der zu entdecken ist. Dass die Reise zu Hamo zu einer Entdeckungsfahrt voller Überraschungen werden kann, möchte das Morgenthaler-Lesebuch zeigen, das zum ersten Mal einen umfassenden Überblick über sein Leben und Werk gibt.