Jo Enzweiler Knihy






Vor sechzig Jahren begann in dem saarländischen Bergarbeiterort Ensdorf ein katholischer Priester, zusammen mit seiner Gemeinde eine Gedenk-, Wallfahrts- und Erholungsstätte anzulegen, die in ihrer Art sicher einmalig war und in der sich heute, allen Änderungen zum Trotz, der Geist jener Zeit in einzigartiger Weise ablesen lässt.
Aufgrund seiner günstigen Lage schon früh besiedelt, trat Pachten im Zuge der Vereinnahmung der Region an der Saar durch die Römer in das Licht der Geschichte. Unter der Herrschaft ihrer Besatzer erblühte die keltische Siedlung am Fuße des Limbergs rasch zu einem lokalen Zentrum von nicht geringer wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung. Die Gestaltung des Alltags nach römischem Vorbild prägte das Leben in der Provinz zum einen. Zum anderen erlangte das Gebiet als Teil des römischen Reiches den Anschluss an das große Weltgeschehen. Der Ausbau des Wegenetzes und die Anbindung an die bedeutenden Fernstraßen öffneten die Region für einen regen und weit reichenden Handelsverkehr und förderten so den gegenseitigen Austausch zwischen den Kulturen – über die eigene Epoche hinaus und bis in unsere Zeit hinein.