Dieser humorvolle Roman spielt im Jahre 1924 und glossiert die Zustände nach der Inflation und gibt vor allem die unsauberen Gepflogenheiten im Staatsapparat der Weimarer Republik der Lächerlichkeit preis. Dr. Ott nämlich, der als Psychologe die Probleme des Heiratsschwindels „erforscht“ um die wahren Gründe, die zu einem solchen Verbrechen führen, aufzudecken, heiratet durch dadurch entstandene Komplikationen seine eigene Frau ein zweites Mal. Sehr lustig und turbulent geht es bei allen an dem Schwindel freiwillig und unfreiwillig mitbeteiligten Personen zu. Wer freilich am Ende der Lachende ist, wird erst am Schluss der spritzig und spannend geschilderten Episode verraten.
Ralph Wiener Poradie kníh






- 2019
- 1996
- 1996
Schopenhauers Lachen entspringt einem äußerst subtilen Humor, einem sarkastischen und bärbeißigen Witz. Seine provozierende Angriffslust ist gefürchtet, nichts und niemand entgeht ihr. Selbst die Erörterung der tiefsten philosophischen Probleme verknüpft er auf unnachahmliche Weise mit den menschlichen Alltäglichkeiten. Feministinnen finden ein ergiebiges Betätigungsfeld dort, wo Schopenhauer über Weiber räsoniert. Kaum zu glauben, dass es sich um Betrachtungen handelt, die vor mehr als hundert Jahren niedergeschrieben wurden. Immer wieder drängen sich wie von selbst Assoziationen zum Hier und Heute auf, die der Autor mit knappen Überleitungen und zurückhaltenden Bemerkungen gelegentlich auch provoziert. Klug ausgewählte Bilder und lustige Zeichnungen runden den bibliophilen Band ab. Ein prächtiges Geschenk für Leser, die Scharfsinn verbunden mit Humor, Witz und Sarkasmus schätzen.
- 1988
»Flüsterwitze« aus dem »Dritten Reich« – analysiert und kommentiert – sowie autobiographisch Erinnertes und dokumentarisches Material zeugen von einer Zeit, in der das Lachen tödlich sein konnte. Welche Wirkung die »Stimme des Volkes« hatte, die unbeirrt und unbestechlich die Demagogie der Nazis anprangerte und ihrem Wahn- und Aberwitz den gesunden Menschenverstand entgegensetze, das schildert Wiener auf eindrucksvolle Weise, zeigt er anhand erschütternder Gerichtsurteile, die über »Witzeerzähler« verhängt wurden.
- 1983

