Die Gewinnermittlung nach dem Richtlinienvorschlag über eine gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage
Vergleich mit der Gewinnermittlung nach dem HGB, EStG und den IFRS
Die Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) ist ein umfassendes Harmonisierungsprojekt, das ein eigenständiges System zur Ermittlung des steuerlichen Gewinns sowie eine europaweite Konsolidierung und Aufteilung der Bemessungsgrundlage vorsieht. Die Entwicklung und Implementierung einer einheitlichen steuerlichen Rechnungslegung in Europa stellt erhebliche rechtspolitische Herausforderungen dar. Dieses Buch behandelt die Systematik und Anwendung der Gewinnermittlungsregeln des Richtlinienvorschlags zur GKKB und deren Weiterentwicklung seit 2011. Es wird untersucht, auf welchen Prinzipien die Bestimmungen basieren und wie eine einheitliche Auslegung sichergestellt werden kann. Zudem werden zentrale Fragen zur Ansprache und Bewertung von Bilanzpositionen betrachtet, einschließlich eines Vergleichs mit der Rechnungslegung nach HGB, EStG und IFRS. Die Diskussion umfasst den Umgang mit unvermeidbaren Regelungslücken und die Eignung von IFRS oder nationalem Bilanzrecht zur Lückenfüllung. Die IFRS gewinnen dabei als umfassende, europaweit gültige Bilanzierungsstandards an Bedeutung. Diese Untersuchung legt wichtige Grundlagen für ein zukünftiges europäisches Bilanzsteuerrecht und wurde mit dem Mitchell B. Carroll Prize 2014 der International Fiscal Association (IFA) ausgezeichnet.

