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Im Jahr 1912 entdeckte Max Freiherr von Oppenheim auf der Zitadelle von Guzana die Überreste des Archivs des Statthalters Mannu-ki-Aššur. Eine erste Bearbeitung der Texte erschien 1940, doch die Neubearbeitung von Aron A. Dornauer berücksichtigt das gewachsene Wissen und stellt die Texte in den soziohistorischen Kontext einer Zeit, in der Assyrien Obermesopotamien in sein Provinzialsystem integrierte. Die administrativen Urkunden und Briefe dokumentieren Abgaben von Getreide, Vieh und Personal für zivilen sowie militärischen Dienst. Es werden Infanteristen, Streitwagen- und Hilfstruppen rekrutiert und mit Waffen, Rüstzeug und Proviant ausgestattet. Zudem werden Gold und Gesandte aus dem Westen durch Guzana geleitet, während Personen des Rechtsbruchs beschuldigt und Rituale organisiert werden. Die Texte zeigen die Kommunikation innerhalb der Provinz sowie mit königlichen Büros in Kal? u und Offiziellen benachbarter Provinzen. Briefformat, Schriftgebrauch und Duktus unterscheiden sich von späteren Texten aus Ninive und Assur. Eine Besonderheit der Einleitung des Briefformulars belegt, dass sich in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts auch Magnaten königliche Prärogative angeeignet haben.
Nákup knihy
Das Archiv des assyrischen Statthalters Mannu-kī-Aššūr von Gūzāna, Tall Ḥalaf, Aron Dornauer
- Jazyk
- Rok vydania
- 2014
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