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Roman Grafe

    1. január 1968
    Die Grenze durch Deutschland
    Anpassen oder Widerstehen in der DDR
    Die Schuld der Mitläufer
    • Die Schuld der Mitläufer

      • 202 stránok
      • 8 hodin čítania

      In der DDR war passiver Widerstand kein Heldentum, sondern ein alltägliches Phänomen. Ohne die Mitläufer hätte das Regime nicht vier Jahrzehnte überdauern können, da es sich auf das Schweigen der Mehrheit stützte. Dieses Buch präsentiert zwei Dutzend Geschichten über Staats-Hörigkeit und Aufbegehren in einer angepassten Gesellschaft. Viele Bürger der DDR passten sich an, um „einfach ganz normal zu leben“, und ließen alltägliche Chancen für gefahrlosen Widerspruch ungenutzt. Der Satz „Es war nicht alles schlecht in der DDR“ reflektiert auch das eigene Wohlbefinden auf Kosten der Unangepassten, politischen Häftlinge und gescheiterten Flüchtlinge. Die Anthologie erzählt von Anpassung und Verweigerung durch kurze, prägnante Episoden aus den vierzig Jahren der Diktatur. Auch das eigene Versagen der Autoren wird thematisiert. Sieben bekannte und zwölf nahezu unbekannte Autoren, „kleine Leute“ aus der DDR, teilen ihre Erfahrungen des Lebens, Mitmachens oder Widerstandes. Zahlreiche Bilder kritischer DDR-Fotografen wie Manfred Butzmann, Harald Hauswald und Klaus Lehnartz ergänzen die Texte und verleihen dem Buch visuelle Tiefe.

      Die Schuld der Mitläufer
      4,0
    • Die Grenze durch Deutschland

      • 542 stránok
      • 19 hodin čítania

      Das hochgelobte Buch dokumentiert am Beispiel der thüringischen Ortschaft Probstzella die Realität der innerdeutschen Grenze. Probstzella, mit rund zweitausend Einwohnern, liegt nur wenige hundert Meter von der Grenze zu Bayern entfernt und war von 1949 bis 1990 „Grenzübergangsstelle“ der DDR. Roman Grafe macht den Ort zum Mittelpunkt seiner Darstellung. Bewohner des Grenzgebietes berichten von den Jahren nach 1945, als sie durch Tauschgeschäfte über die Demarkationslinie versuchten, ihre Not zu lindern. Im Frühjahr 1952 wurden die ersten Sperranlagen errichtet, und mehr als achttausend Menschen wurden als „feindliche Elemente“ aus dem Grenzgebiet ausgesiedelt. Die politischen Hintergründe des Grenzregimes und die Propaganda der SED werden beleuchtet. Besonders eindrücklich sind die Schilderungen von verzweifelten Fluchtversuchen über die Sperranlagen oder versteckt im Interzonenzug. Im Herbst 1989 wurde die Grenze geöffnet. Im zweiten Teil des Buches erfahren die Leser in Reportagen, Porträts und Interviews, was aus den Protagonisten nach dem Mauerfall wurde. Flüchtlinge, Ausgesiedelte, Dortgebliebene sowie Grenzsoldaten und Offiziere reflektieren ihr Handeln in der DDR. Dieses Buch trägt zum Verständnis von Leben und Sterben an jener Grenze bei, die Deutschland über vier Jahrzehnte teilte.

      Die Grenze durch Deutschland