Ein Horizont der Hoffnung
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Die Geschichte der Menschen mit geistiger Behinderung ist gepragt von Ausgrenzungen und Diskriminierungen. Auch die Fahigkeit zu trauern wurde diesem Personenkreis lange Zeit abgesprochen. Ihre Trauergefuhle wurden oft nicht ernst genommen oder negiert. Dabei sind sie durch ihre emotionale Kompetenz ganz besonders befahigt, Trauer wahrzunehmen und zu leben. Die emotionale Wahrnehmung der Trauer hat neben der kognitiven einen entscheidenden Stellenwert bei der Bewaltigung von Verlust- und Krisensituationen. Gerade deshalb geht es um den Ausdruck und die Gestaltung von Emotionen, wenn Menschen Abschied nehmen und trauern. Die Voraussetzungen dafur bringen geistig behinderte Menschen in einem oft beachtenswerten Masse mit.
Neue Wege des Trauerns für Menschen mit geistiger Behinderung
Behinderteneinrichtungen und Altenheime sind Lebensgemeinschaften, in denen Trauer herrscht, wenn ein Mitbewohner stirbt. Die Betreuenden sind jedoch oft unsicher, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen. Es fehlt an Ritualen, an einer Trauerkultur. Anders trauern zeigt Möglichkeiten, wie bei Menschen mit Behinderung oder Demenz Trauer mit kreativen Methoden und Ritualen zur Sprache gebracht, und sie durchlebt und ausgedrückt werden kann.