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Nicolas Ryhiner

    Splendid Palace
    Graffenrieds Gründung
    • Graffenrieds Gründung

      • 256 stránok
      • 9 hodin čítania

      Schloss Worb, um 1730: Ruiniert und geächtet haust der Berner Patrizier Christoph von Graffenried einsam im Burgfried seines Schlosses. Verbittert blickt er auf sein Leben und seinen grössten Coup zurück. Am 10. September 1710 kam er nach achtwöchiger Seereise an der Ostküste der englischen Provinz Carolina an Land. Im Frachtraum der dreimastigen Berna brachte er eine Ladung «überlestige Unterthanen» aus Bern mit, vornehmlich Wiedertäufer und verarmte Bauern aus dem Simmental, mit denen er wenig später die Stadt New Bern gründete. Eine Kolonie mit eigener Verfassung. Königin Anne von England hatte ihn beauftragt, mit den Auswanderern aus Bern auch deutsche Glaubensbrüder aus der Pfalz, die damals als Flüchtlinge London überschwemmten, in Amerika anzusiedeln. Dafür sollte er dort für 30 Jahre die Rechte zur Ausbeutung von Silberminen erhalten. Endlich stand ihm, den sein Vater zeitlebens für einen Taugenichts gehalten hat, eine aussichtsreiche Zukunft bevor. Doch dass er mit der Gründung seiner Kolonie den Tuscarora-Krieg auslöste, war nicht geplant.

      Graffenrieds Gründung2025
    • Splendid Palace

      Das Leben des Virginio Ostruh

      • 298 stránok
      • 11 hodin čítania

      Erzählt wird die Geschichte von Virginio, dem Kofferträger, der seine gesamte Lebensspanne im Splendid Palace verbringt, einem Berghotel in den Schweizer Alpen. Obwohl er da geboren wurde und das Oberländer Tal bis zu seinem Tod nie verlässt, ist er gleichwohl allen, sowohl der Belegschaft und den Gästen, wie auch den Dorfbewohnern fremd geblieben. Er verrichtet seine Arbeit, ohne Spuren zu hinterlassen. Seine Welt liegt im Hintergrund, im Dazwischen, wo keiner ihn bemerkt. Virginio hat die Fähigkeit, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind, und er träumt das Leben. Er kann Menschen lesen, wie andere Bücher lesen, und zwischen den Zeilen findet er die ganze Welt. Die Gäste kommen und gehen; Virginio bleibt. Er schreibt an der Geschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts mit – nur, dass er nicht wie die Großen die Welt regiert. Jedenfalls nicht jene, die in den Büchern vorkommt.

      Splendid Palace2013