Innerverbandliche Korruption bei der Vergabe sportlicher Großereignisse steht im Fokus sportrechtlicher und wirtschaftsstrafrechtlicher Diskussionen. Internationale Sportverbände, die als Veranstalter agieren, entscheiden nicht nur über den Standort, sondern verfolgen auch gezielt wirtschaftliche Interessen durch spezifische Austragungsbedingungen. Delegierte dieser Verbände stimmen regelmäßig über die Vergabe ab, wobei nicht nur die Qualität der Leistungen, sondern auch wirtschaftliche Ziele entscheidend sind. Diese Dynamik macht Vergabeentscheidungen anfällig für Korruption. Die Autorin untersucht, ob eine von Korruption beeinflusste Stimmabgabe bei der Vergabe solcher Ereignisse nach § 299 StGB strafbar ist. Die Arbeit gliedert sich in mehrere Teile, die die Vergabeprozesse, die rechtlichen Strukturen der Verbände sowie die Autonomie des Sports analysieren. Ein zentrales Thema ist die rechtliche Einordnung von Korruption im Sport und die Auswirkungen auf den Wettbewerb. Die Autorin beleuchtet die spezifischen Tatbestandsmerkmale des § 299 StGB und deren Anwendbarkeit auf internationale Vergaben. Zudem wird die Rolle von Sportverbänden im Kontext von wirtschaftlichen Interessen und deren Einfluss auf die Vergabeverfahren detailliert dargestellt. Die Dissertation schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der sportlichen Vergabe und Korruption.
Ricarda Antonie Kleine Poradie kníh

- 2023