Kaum ein Denker des 20. Jahrhunderts konnte das Werk Auguste Comtes ignorieren. Der wichtigste Einfluss Comtes bestand in seiner Ablehnung einer Ontologieals bloße metaphysische Spekulation und in der Begründung der Soziologie. Lange galt die 'Vorlesung über die positive Philosophie' als Comtes Hauptwerk. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts setzte sich jedoch die Auffassung durch, dass das 'System der positiven Politik' diesem ebenbürtig, wenn nicht überlegen ist.
Kaum ein Denker des 20. Jahrhunderts konnte das Werk Auguste Comtes ignorieren. Der wichtigste Einfluss Comtes bestand in seiner Ablehnung einer Ontologieals bloße metaphysische Spekulation und in der Begründung der Soziologie. Lange galt die 'Vorlesung über die positive Philosophie' als Comtes Hauptwerk. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts setzte sich jedoch die Auffassung durch, dass das 'System der positiven Politik' diesem ebenbürtig, wenn nicht überlegen ist.
Im zweiten Halbband wird die vorbereitende Kritik des Gesellschaftlichen abgeschlossen, um dann im zweite Band, der ebenfalls in Vorbereitung ist, zu den Inhalten der positiven Politik – Moral und Religion – zu kommen. Im zweiten Halbband des ersten Bandes vom System der positiven Politik greift Comte noch einmal auf die Ergebnisse des 'Cours de philosophie positive' zurück und vergleicht diese mit dem Ziel der Folgebände. Es geht also die Frage nach dem Verhältnis der Hierarchie der harten Wissenschaften zur Eigenart des Gesellschaftlichen – zu Soziologie und Moral –, wobei dessen Grundlagen zum Teil wiederum auf Kosmologie oder auf Biologie bezogen sind. Der zweite Band, der in Vorbereitung ist, wird dann die vollen Zuwendung auf das eigentliche Thema der positiven Politik – Moral und Religion – bringen.
Erster Halbband von 4 Bänden enthaltend die Widmung und den vorläufigen Diskurs
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Kaum ein französischer Denker des 20. Jahrhunderts konnte Auguste Comtes Werk ignorieren. Seine Ablehnung einer Ontologie, wie sie von Heidegger entworfen wurde, gilt als zentraler Einfluss. Lange Zeit wurde der Cours de philosophie positive als Comtes Hauptwerk betrachtet, doch mittlerweile wird das System der positiven Politik als ebenso bedeutend, wenn nicht überlegen, angesehen. Bereits aus der Widmung und dem einführenden Diskurs wird deutlich, dass Epistemologie für Comte lediglich eine erzieherische Vorbereitung darstellt. In der positiven Politik stellt Comte sein Wertesystem um: Nicht Wissenschaft und Theorie, sondern Gefühl, Herz und die Frau stehen im Mittelpunkt. Damit überwindet er die Aporie seiner Philosophie, die in der Ablehnung der Psychologie lag. Die Affektenlehre, insbesondere das „feminine Element“, wird zentral. Die Verbindung zwischen dem häuslichen, femininen Element und der Politik der Industrievertreter wird durch die Proletarier hergestellt, die von diesem Element beeinflusst werden. Gemeinsam mit Philosophen prägen sie die öffentliche Meinung und üben Druck auf Politiker aus. So zeigt sich Comtes Revolution als gewaltfreies Umdenken, das die Gesellschaft der neuen Religion der Humanität unterwirft und „Ordnung und Fortschritt“ garantiert. Comte, als Wissenschaftstheoretiker und Soziologe, gilt als Begründer des Positivismus und lebte bis zu seinem Tod 1857 in finanzieller Abhängigkeit von Freunden