Was richten öffentliche Eingriffe gegen das Geschäft mit Boden und Immobilien aus? Diese Frage ist der Anlass für eine Bestandsaufnahme aus der Perspektive der Stadterneuerung – deren Umgang mit privaten Verwertungsinteressen, baulich-räumlicher Aufwertung und sozialer Verdrängung. Es wird ein Bogen gespannt von den Folgen globaler Finanzkrisen und den Raumpotenzialen in Städten über kommunale Strategien im Umgang mit Wohnungsfragen und den Handlungsstrategien wohnungswirtschaftlicher Akteure bis hin zu Regulierungsansätzen in Stadterneuerungsprozessen. Die Sammlung spannender Beiträge aus verschiedenen Disziplinen verknüpft in der Zusammenschau die Wohnungs- und Bodenfrage mit der Programmatik der Stadterneuerung.
Uwe Altrock Knihy





Neue Suburbanität?
- 374 stránok
- 14 hodin čítania
Nach einer starken Phase der Reurbanisierung verändern sich sowohl die fachlichen Debatten als auch die Stadtentwicklungspraxis wieder hin zu einer verstärkten Bautätigkeit am Stadtrand. In mehreren deutschen Großstädten entstehen neue Stadtteile für bis zu 10.000 Menschen. Veränderte Lebensstile, Haushaltsstrukturen und Arbeitsmärkte, die Ausdifferenzierung von Wohntypen und Trägerformen sowie die Infragestellung klassischer »Schlafstädte« bringen dabei neue Formen von Suburbanität hervor. Die Beiträge untersuchen diese neuen Stadtteile und fokussieren dabei auf Milieus, stadt- und freiraumplanerische Leitbilder, Quartierstypen, Governancearrangements und Umsetzungsstrategien.
Wer entwickelt die Stadt?
Geschichte und Gegenwart lokaler Governance. Akteure – Strategien – Strukturen
- 350 stránok
- 13 hodin čítania
Wer »macht« die Stadt? Die öffentliche Hand hat in der Stadtentwicklung erheblich an Bedeutung verloren. In einer neuen Arbeitsteilung mit Politik und Verwaltung haben private Unternehmen - und bisweilen auch die Zivilgesellschaft - heute enorme Einflussmöglichkeiten. Doch ist die Teilhabe nichtstaatlicher Akteure an der Stadtentwicklung wirklich neu? Welche Vorläufer heutiger Kooperationen lassen sich in Deutschland und im europäischen Vergleich nachweisen? War das 20. Jahrhundert vielleicht nur eine Episode besonders starken staatlichen Einflusses auf Stadtentwicklungsprozesse? Der Band findet Antworten auf diese und weitere Fragen.
Städtebau im Schatten Stalins
Die internationale Suche nach der sozialistischen Stadt in der Sowjetunion 1929–1935
- 416 stránok
- 15 hodin čítania
Die chronologische Struktur des hervorragend illustrierten Buchs bietet einen detaillierten Überblick über die Entwicklung im Städtebau in verschiedenen Regionen des Landes. Die Debatte über den frühstalinistischen Städtebau ist ideologisch stark aufgeladen und wurde im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojekts am Schinkelzentrum der Technischen Universität Berlin untersucht. Das Werk beleuchtet eine bedeutende Ära der Städtebaugeschichte, in der Stalin im ersten Fünfjahresplan das Ziel verfolgte, das rückständige Agrarland in einen modernen Industriestaat zu transformieren. Dies erforderte den Bau neuer Städte und die Umgestaltung alter Städte, wobei Magnitogorsk und Moskau exemplarisch für diese Herausforderungen stehen. Ab 1931 nahm die Einflussnahme der stalinistischen Führung auf die Städtebau-Debatte zu, was zu einem Paradigmenwechsel führte: Die Abkehr von modernen Stadtvisionen und eine Neubewertung traditioneller Städte. Der Bau der Metro und die Planung des Palastes der Sowjets sind Ausdruck dieser neobarocken Wende. Die reich bebilderte Publikation richtet sich an Architekten, Stadtplaner, Sozialwissenschaftler und Historiker. Sie beginnt mit einem Überblick zur Frühzeit der Sowjetunion und endet mit einem Ausblick auf Projekte von 1935 bis 1941. Der Anhang enthält aufschlussreiche, teils unbekannte Dokumente zur Debatte um die sozialistische Stadt.
Renaissance der Mitte. Zentrumsumbau in London und Berlin
- 461 stránok
- 17 hodin čítania