Der Band untersucht, wie Ähnlichkeitsdenken die Lyrik und Poetik der Gegenwart prägt und sich darin zeigt. Zudem wird die Rolle von Ähnlichkeitsbeziehungen für die Übersetzung von Lyrik thematisiert. Die analysierten Texte stammen aus der deutschen, russischen, polnischen, chinesischen und koreanischen Lyrik.
Formen und Figurationen von Erinnerung in der deutschsprachigen Lyrik der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
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In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts avanciert die Erinnerung zu einem zentralen Gegenstand der deutschsprachigen Lyrik. Das bislang in der Forschung weitgehend marginalisierte Genre der Erinnerungslyrik wird in der vorliegenden Arbeit erstmals systematisch erschlossen. Die Untersuchung ist zum einen auf die lyrische Inszenierung von Erinnerungsakten, -orten und -objekten ausgerichtet. Zum anderen wird diskutiert, inwieweit sich insbesondere in der Geschichts-, Denkmals- und Trauerlyrik erinnerungspoetische Formationen herausbilden. Die künstlerisch anspruchsvollen und zeitreflexiven Erinnerungsgedichte August von Platens und Eduard Mörikes werden in zwei eigenständigen Fallstudien behandelt.
Caroline Schlegel-Schelling (1763-1809) zählt zu den bekanntesten Schriftstellerinnen der deutschen Romantik. 1796 kommt sie als Gattin August Wilhelm Schlegels nach Jena, wo sie die literarische Entwicklung des frühromantischen Kreises nachhaltig beeinflusst. Ihre schöngeistigen Salons befördern den literarischen Austausch und beleben den geselligen Umgang, auch wenn sie aufgrund ihrer spitzen Kommentare schon bald den Spitznamen „Dame Luzifer“ erhält. Die Anthologie präsentiert neben einer Auswahl aus Carolines Briefen auch Auszüge aus ihren weniger bekannten literarischen und literaturkritischen Arbeiten. Mit einem erklärenden Nachwort von Nikolas Immer versehen.