Myslenie, ktoré dnes dominuje, je estetické myslenie. Netvrdím, že sa naša doba hemží estetikmi, ale nazdávam sa, že mnohé vynikajúce hlavy sú dnes ovplyvnené esteticky, a predovšetkým si myslím, že dnes sa to už nemusí komentovať ironicky, ako to svojho času robil Jean Paul, ale že to možno konštatovať s uznaním, ak by to bol asi rád urobil aj Adorno. V nasledujúcom texte si najprv kladiem otázku: Do akej miery naozaj jestvuje takáto dominantnosť estetického myslenia? Potom: Čo je "estetické myslenie" ? A ďalej sa pýtam, prečo sa toto myslenie stáva dnes dominantné a ako sa vzťahuje na realitu, ktorá je čoraz viac poznamenaná esteticky, ale zároveň aj čoraz viac anesteticky? Okrem toho si ešte položím otázku, aký význam má pre toto estetické myslenie skúsenosť umenia, a nakoniec, na čo je takéto myslenie dobré.
Wolfgang Welsch Knihy
Wolfgang Welsch je nemecký filozof a popredná osobnosť nemeckej postmodernistickej teórie. Jeho dielo sa zaoberá hlbokými filozofickými otázkami a snaží sa pochopiť a opísať súčasnú kultúrnu a myšlienkovú krajinu. Welschov prístup je známy svojou analytickou ostrosťou a schopnosťou spájať zložité filozofické koncepty s realitou moderného sveta.







Unsere postmoderne Moderne
- 344 stránok
- 13 hodin čítania
Die Parole von der Postmoderne ist missverstandlich und wurde dennoch unumganglich. Wolfgang Welsch spricht von einer "Magie des falschen Namens." Der Postmoderne-Diskurs ist allzu oft diffus statt prazis und droht in Beliebigkeit und Indifferenz abzugleiten. Anders in diesem Buch. Der Autor rekonstruiert die Geschichte des Ausdrucks und entwickelt einen Begriff von Postmoderne, der sich bezuglich der Literatur, der Architektur und der anderen Kunste ebenso bewahrt, wie er neuere Entwicklungen der Wissenschaftstheorie reflektiert, soziologische Fragen aufnimmt, Veranderungen in der Lebenswelt diagnostiziert und die philosophischen Dimensionen des Themas durchleuchtet. Wolfgang Welsch blickt als Philosoph uber die Grenzen seiner Disziplin hinaus und gibt ein Gesamtbild unserer Zeit. Er tut das in der Form eines Pluralitatskonzepts, das Unterschiede nicht tilgt, sondern freigibt und verteidigt. Welsch begegnet den postmodernen Tendenzen mit Aufgeschlossenheit, ohne ein modisches Verhaltnis zu ihnen einzunehmen. Seine Version von Postmoderne ist problembewusst. Am Ende entwickelt er eine Vernunftkonzeption, die - Jahren der Vernunftkritik und als Ausweg aus ihr - mit Pluralitat im Sinn von Vernunftigkeit und Gerechtigkeit umzugehen erlaubt.
Postmoderna. Pluralita jako etická a politická hodnota
- 57 stránok
- 2 hodiny čítania
Charakteristika obsahu pojmu postmoderna, vývoj a jednotliví představitelé i odpůrci postmoderny.
Wege aus der Moderne
- 322 stránok
- 12 hodin čítania
Ich war Staatsfeind Nr. 1
- 445 stránok
- 16 hodin čítania
Der rotweiß markierte Schlagbaum hob sich langsam, als ein grau uniformierter Grenzsoldat das Endstück nach unten drückte. Ich fuhr in die 500-m-Sperrzone ein, das kontrollierte Vorfeld zur Grenze. Boizenburg lag nur 50 Kilometer von Hamburg entfernt. Mein kleiner, grauer westdeutscher Ausweis hatte mich über das erste Hindernis gebracht. Ich hoffte, er würde auch den zweiten Schlagbaum an der DDR-Grenze öffnen. Vorsichtig gab ich Gas. Charly erinnerte mich daran, dass ich noch in der Zone war. Ich antwortete, dass es bis hierher gut gelaufen war, während ich angespannt auf die Straße starrte. Charly lachte und machte einen Witz, der mich nicht aufmunterte. Ich war nervös und fragte nach den Grenzern hinter uns. Charly beruhigte mich, doch ich konnte die Gedanken an Marita nicht abschütteln, die mir den Abschied schwer machte. Ich musste konsequent bleiben, denn die Grenzer würden mich genau prüfen. Charly hatte mich zu diesem Schritt ermutigt, während er selbst zurück musste. Der NVA-Soldat an der Vorfeldgrenze war schnell mit meinem Ausweis und Charlys Erklärung zufrieden. Ich fragte mich, warum er nicht nach dem DDR-Auto oder Charlys Verbindung zu mir fragte. Ein mulmiges Gefühl überkam mich, während ich näher zur Grenze fuhr. Charly forderte mich auf, ruhig zu bleiben und langsam zu fahren. Es war Mai, die Luft war warm, und das grüne Korn auf den Feldern um uns herum machte die Situation nur noch drängender.
Wahrnehmung und Welt
Warum unsere Wahrnehmungen weltrichtig sein können
Organismen verhalten sich zu ihrer Umwelt als wahrnehmende Wesen. Wahrnehmungen scheinen aber der Welt, wie sie »an sich« ist, äußerlich gegenüberzustehen, als Spiegel, Verzerrung oder gar Erfindung von Wirklichkeit. Wolfgang Welsch zeigt, wie Wahrnehmungen den Umwelten der Lebewesen nicht statisch gegenüberstehen, sondern wie sich durch Wahrnehmungen Natur und Kultur in einer evolutionären Perspektive ineinander verweben. Wahrnehmungen verwirklichen Möglichkeitsformen der Natur und verändern diese zugleich rekursiv. Der Natur, der Lebewesen begegnen, sind daher immer schon unbegrenzt viele Wahrnehmungen anderer und vergangener Lebewesen eingeschrieben. Wahrnehmung (Aisthesis) und sinnliche Präferenzen (Ästhetik) sind Motoren der Evolution. Sie differenzieren und kulturalisieren Natur, so wie diese sich in Wahrnehmungen realisiert.
Vom verurteilten Republikflüchtling zum erfolgreichsten Fluchthelfer und verhaßten Staatsfeind Nr. 1: Die Lebensgeschichte von Wolfgang Welsch ist der authentische, ungemein dicht und packend geschriebene Bericht eines Mannes, der auf der Todesliste der DDR-Staatssicherheit ganz oben stand – und überlebte. 'Sein Leben hat der Schauspieler, Lyriker, Fluchthelfer und Kleinverleger Welsch jetzt so hautnah nacherzählt, daß der Leser eines der finstersten Kapitel des Kalten Krieges in Deutschland nacherleben kann.' Stern
Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts habe ich begonnen, das Konzept der Transkulturalität zu entwickeln. Erstmals stellte ich es in einer nicht elitären, sondern publikumsorientierten Zeitschrift vor (Information Philosophie). Von nicht wenigen wurde es als verfehlt und sogar als gefährlich angesehen. Schließlich bediente es nicht mehr die altgewohnten nationalistischen Imaginationen, sondern attackierte diese. Inzwischen aber sind die Hauptpunkte des Konzepts geradezu selbstverständlich geworden. Dazu haben die seitdem eingetretenen realen Entwicklungen beigetragen. Längst ist es an der Zeit, mein Konzept, das ich bislang nur in ca. 50 Aufsätzen, Beiträgen und Interventionen vorgestellt habe, in Buchform zu präsentieren. Ich tue dies hier in zwei Teilen. Ein erster Essay, der Transkulturalität – Realität und Aufgabe überschrieben ist, legt die Grundzüge des Konzepts dar. Der zweite Essay – Transkulturalität in der Geschichte, gezeigt an Beispielen der Kunst – zeigt dann, dass Transkulturalität gar nicht so neu oder ungewöhnlich ist, wie man meinen könnte, sondern dass Transkulturalität, genau besehen, historisch schon immer die Regel war. Wir alle sind im Grunde – das ist die gemeinsame These dieser Überlegungen – kulturelle Mischlinge. Transkulturalität und nicht etwa Monokulturalität kennzeichnet die humane Existenz.
Vernunft
- 983 stránok
- 35 hodin čítania
Grenzgänge der Ästhetik
- 350 stránok
- 13 hodin čítania
Im Fluss
Leben in Bewegung
Alles fließt. Man kennt diesen Spruch Heraklits und weiß, dass er falsch ist. Wenn alles zugleich fließen würde, könnte von einem »Fließen« gar nicht mehr die Rede sein. Fließen erfordert einen Gegenpol des Verharrens. Bewegung ist immer ein Zweitakter von Veränderung und Bleiben. Allerdings kann das, was im einen Moment beharrt, im nächsten selbst in Bewegung geraten. Wolfgang Welsch zeigt an verschiedenen Phänomenen, wie unser Leben einem ständigen Wechselspiel von Verharren und Veränderung unterliegt – wie mal dieses, mal jenes in Fluss gerät und wie letztlich nichts für immer so bleibt, wie es zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. Wer sich gegen den Fluss stellt, verbraucht viel Kraft; wer sich ihm öffnet, kommt weiter. Welsch plädiert für eine Verflüssigung, für einen Zuwachs an Beweglichkeit. Stabilisierung um jeden Preis hat sich stets als kontraproduktiv erwiesen. Wir tun besser daran, uns auf unsere bewegliche Natur einzulassen – und so unser Leben in Übereinstimmung mit einer Wirklichkeit zu führen, die ebenfalls allenthalben im Fluss ist.
Wolfgang Welsch beschreibt die Strukturen des Ministeriums für Staatssicherheit sowie seiner Auslands-Spionage-Abteilung und geht dabei auf die Mittel und Methoden der Stasi ein, die bis hin zu Entführungen und Mordaufträgen reichten. Im Zentrum seines neuen Buches jedoch steht der Widerstand gegen die SED-Diktatur. Flucht, Fluchthilfe und Ausreise sind für ihn originäre Widerstandshandlungen, wohingegen der Autor der Bürgerrechtsbewegung widerständiges Verhalten weitgehend abspricht. Weder die Kirchen noch die verschiedenen dissidenten Bewegungen leisteten per se Widerstand, sondern neigten dazu, das sozialistische System nur reformieren zu wollen. In den Medien, in der Literatur und in der Forschung werden diese Vorgänge teilweise schief und undifferenziert dargestellt, beklagt der Autor. Die gängige Aufarbeitung der SED-Diktatur sei insofern gescheitert, als den SED- und MfS-Opfern nicht Gerechtigkeit in Form einer angemessenen Restitution gewährt wird. Dagegen sind die Täter ungeschoren davongekommen, belastende Akten wurden ungestraft vernichtet. Die Bundesrepublik Deutschland hat es bis heute versäumt, ihr damaliges Versagen gegenüber der Gewaltherrschaft einzugestehen; die Gerechtigkeit ist auf der Strecke geblieben.
Glanzmomente der Philosophie
Von Heraklit bis Julia Kristeva
Oft ist die Philosophie ein schwieriges und langwieriges Geschäft. Aber manchmal ereignen sich Geistesblitze, die auf einmal alles in klarstem Licht zeigen. Glanzmomente dieser Art präsentiert dieses Buch. Von der Antike bis zur Gegenwart, von Heraklti bis Julia Kristeva werden zündende Einfälle und Gedanken nachgezeichnet, die ein neues Licht auf die Welt werfen und deren Strahlkraft bis heute ungebrochen ist. Ein Buch für alle, die Interesse an großen und überzeugenden Gedanken haben. Es gibt Momente, wo durch eine philosophische Analyse plötzlich ein großes Licht aufgeht - über ein bestimmtes Problem, über unser Leben, über die Gesellschaft, über die Welt. Solche Analysen werden im Folgenden vorgestellt. Das Spektrum reicht von den Vorsokratikern bis in die Gegenwart. Manche der hier erörterten Autoren, der Zenmeister Dogen etwa oder das Multitalent Samuel Butler oder die Literaturtheoretikerin und Psychoanalytikerin Julia Kristeva werden gemeinhin nicht zur Philosophie gerechnet. Aber es geht nicht um akademische Rubrizierungen, sondern um zündende Gedanken. Wo sie auftauchen und uns ergreifen, da geschieht Philosophie.
Die evolutionäre Betrachtung zeigt, dass der Mensch von seinen elementarsten bis zu seinen höchsten Fähigkeiten kein Weltfremdling, sondern ein welthaftes Wesen ist. Er steht nicht, wie in der Moderne angenommen, als einzigartiges Wesen dem Rest der Welt gegenüber. Stattdessen ist der Mensch als homo mundanus zu betrachten. Die moderne Annahme, dass alles vom Menschen aus zu verstehen sei, beruht auf der Vorstellung, dass der Mensch ein Weltfremdling ist, der durch eine überlegene Natur ausgezeichnet ist. Traditionell wurde diese Sondernatur im Begriff des animal rationale verankert, wobei Rationalität als exklusives Merkmal des Menschen galt. Während andere Lebewesen möglicherweise auch eine Seele besitzen und über Empfindung, Wahrnehmung, Gedächtnis und Phantasie verfügen, wurde Rationalität als Monopol des Menschen angesehen. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch, dass viele Tiere erstaunliche rationale Fähigkeiten besitzen. Unsere Rationalität ist zwar weiter fortgeschritten, hat sich aber aus prähumanen Vorgaben entwickelt. Dies verdeutlicht, dass wir nicht absolute Sonderwesen sind, sondern in Kontinuität mit anderen Lebewesen stehen. Das Merkmal der Rationalität, einst als Alleinstellungsmerkmal betrachtet, zeigt vielmehr, dass wir in unserem biologischen, emotionalen und kognitiven Setup tief mit der Welt verbunden sind.
Beck'sche Reihe - 6039: Mensch und Welt
Philosophie in evolutionärer Perspektive
- 191 stránok
- 7 hodin čítania
Gibt es zu der modernen Denkform, der zufolge in allem vom Menschen auszugehen und alles auf den Menschen zurückzuführen ist, tatsächlich keine Alternative, oder ist es an der Zeit, über sie hinauszugehen? Kann der Mensch die Welt erkennen, wie sie ist, oder kann er sich nur eine menschlich gedeutete Welt zurechtlegen? Neuzeit und Moderne gingen von einer prinzipiellen Autonomie und Weltfremdheit des Menschen aus – woraus sich dann konsequent ergab, dass unsere Weltandockung nur zu einer von uns aus konstruierten und nicht zur wirklichen Welt führen kann. Im Gegensatz dazu wird in diesem Buch im Rahmen einer konsequent evolutionistischen Perspektive die elementare Weltverbundenheit des Menschen dargetan. Im Anschluss an diese Revision der Anthropologie werden die Konsequenzen für eine neuartige Ontologie und Epistemologie skizziert.










