In "Briefe aus der Roten Wüste" schaffen Maria Borio und Tom Schulz einen poetischen Dialog in Form von Briefgedichten, die Krisen und Entfremdung thematisieren. Ihre Texte erforschen Liebe und Natur, während sie geografische und sprachliche Grenzen überwinden. Inspiriert vom Film "Die rote Wüste" reflektieren sie über Verlust und neue Bindungen in der Pandemie.
Tom Schulz Poradie kníh






- 2024
- 2024
Die Erde hebt uns auf
Gedichte
In den schönsten Passagen der Gedichte von Tom Schulz wird, wer hören kann, Bilder hören. So urteilt die Kritik. Die adriatischen Gedichte von Tom Schulz sehen unseren Planeten in seiner Schönheit, der Vielfalt von Dingen, Pflanzen und Lebewesen, die einer zunehmenden zerstörerischen Gefahr ausgesetzt sind. Die dichterisch aufgerufenen Fragen nach einem Auskommen auf der Erde und mit ihr schaffen neue Konnotationen und einen Raum der Imagination, der uns den Ort und die Zeit erkennbar und fühlbar macht. Sprachliche und formale Strenge stellen dabei einen Kontrast zur Ästhetik des Naturschönen und zur sinnlichen Fülle her. – Auch im zweiten großen Zyklus des Bandes sind Orte zentral: In ihnen treffen wir auf Geschichten und Biografien literarischer Gestalten von der Günderode und Novalis bis zu Johannes Bobrowski und Uwe Johnson. Sie werden aus der Atmosphäre ihrer Umgebung wachgerufen, seien es städtische oder landschaftliche Topografien und Stimmungen. Gelingen und Scheitern, Glück und tragische Lebensumstände werden in eine kristalline Sprachmusik verwandelt.
- 2019
Keine Reisewarnung könnte ihn aufhalten, zu groß ist Tom Schulz‘ Liebe zu diesem Planeten, der sich in immer rasanterem Tempo vom paradiesischen Zustand zu entfernen scheint. Wohin er sich auch lyrisch begibt, nach Medellín oder Venedig, in die Beinhäuser von São João oder zu den Plantagen von Tazacorte, ob in Strophen, in Prosa- oder in Kurzform – immer geht es ihm darum, den Regelkreis zu unterbrechen, „den Kreislauf aus Gier und Fertigteilen“, mit all der poetischen Schärfe, die ihm zu Gebote steht, Bewusstsein zu schaffen für die Schönheit und die Gefährdung der Welt.
- 2017
- 2017
Die Verlegung der Stolpersteine
Gedichte
In seinen neuen Gedichten betreibt Tom Schulz poetische Gedächtnisbildung. Er steigt hinab in die „Keller, wo die Geweihe hängen“, steigt bis hinauf in die Kronen der Kirschbäume und setzt in jeder Schicht Erinnerungsmarken. Dabei beansprucht er das Phantomgedächtnis der Überlieferung, überblendet die eigene Erinnerung an die Kindheit in der DDR mit Szenen des brennenden Dresden und der Gegenwart der Pegida-Aufmärsche. Wohin uns diese Gedichte auch führen, nach Litauen, nach Mexiko oder zu den Kühen vorm Atomkraftwerk – Tom Schulz zeigt, dass das Stolpern, das Innehalten Bedingung ist für eine empathische Wahrnehmung der Welt, Bedingung für ihre Verbesserung.
- 2016
Was geschieht auf einer Bahnfahrt durch Galizien, von Polen in die Ukraine? Wo fängt das neue Europa an und wie sieht es aus? Wovon künden die Türme der alten Residenzstadt Lemberg, die heute Lwiw heißt? und wie viele Synagogen gibt es noch in Czernowitz? »Das Wunder von Sadagora« spürt den Veränderungen der letzten zwei Jahrzehnte nach und erzählt von Begegnungen mit Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise dem Mahlstrom der Geschichte widerstanden haben – oder von ihm mitgerissen wurden. Auf seinen Reisen durch Schlesien, von Krakau über Warschau bis an die Ostsee entdeckt der dichter Tom Schulz ein Land, das ihn in die eigene Geschichte zurück gelangen lässt. Seite für Seite entsteht ein vielschichtiges Mosaik aus Erinnerungen, Erlebnissen und Epiphanien – mit einem feinen Gespür für die Erschütterungen der Gegenwart.
- 2015
Wenn wir Venedig sagen, denken wir sofort an eine dramatisch schöne Stadt, wie nicht ganz von dieser Welt. Über die Jahrhunderte hat sie einen Nimbus erlangt, der zur Begegnung aufruft. Binnen Minuten kann man hier im Überschwang der Farben zwischen Architektur und Meer, zwischen Kunst und Muße hin- und herwechseln, halb orientalisch, halb abendländisch behaucht. »Der schönste Salon Europas« (Napoleon) ist immer ein bisschen wie ein Traum, zumal seine Einzigartigkeit in den Fluten der Lagune zu verschwinden droht. Man hofft, ein Stück von diesem Sehnsuchtsort mit sich zu entführen. Dies gilt besonders für die Dichter, die von jeher versuchten, dem Geheimnis Venedigs auf den Grund zu kommen, das Besondere durch Sprache zu besingen oder einfach in einer dämmerigen Gasse ein intimes »verweile doch« zu finden. DER VENEZIANISCHE TRAUM bringt die Stimmen zusammen, die sich von Venedigs Verführungskünsten inspirieren ließen. Von Goethe bis in die Gegenwart.
- 2015
Lichtveränderung
- 77 stránok
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Tom Schulz ist der Romantiker unter den jüngeren deutschen Lyrikern. Er gestattet sich Emphase „nah am Wortrausch“, hat den Mut, Mond, Reh und Waldvögelein zu besingen. Doch dann ist der Wald plötzlich „voll von Schläuchen und Blutkonserven“. Tragödie oder Vorabendserie – die Schnitte sitzen tief. Ob Reisebild, politisches Gedicht oder Liebesklage, immer sind es die Übergänge, die Tom Schulz interessieren, wo die Lichtveränderung zum Aufbruch ins Ungewisse führt und sich die Dinge grundlegend wandeln. In einer Sprache, in der sich hoher Ton mit Alltagsphrasen verbindet, ruft Tom Schulz diese Veränderung der Wirklichkeit herbei: „egal wie Du kommst, / ob als Hund oder Schlüsselblume / komm.“
- 2012
Wer möchte nicht hin und wieder der Hektik des Alltags entrinnen, dem Lärm und Verkehr der Straßen und Plätze, dem geschäftigen Treiben? Entfliehen an einen Ort der Stille, verweilen in einem Meer der Ruhe? Die Geschichten in diesem Band sind literarische Meditationen und erzählen von Wegen zur inneren Einkehr, laden zum Genießen und Innehalten ein. Mit Texten von Samuel Beckett, Raymond Carver, Marie Luise Kaschnitz, Lu Xun, Rose Ausländer, Sylvia Geist u. v. a.


