Bookbot

Larissa Sarand

    Der Wahnsinn und seine Gefährten
    Friss oder stirb
    • Der Wahnsinn und seine Gefährten

      • 288 stránok
      • 11 hodin čítania

      »Ich wünsche mir zu sterben. Als meine Tochter bist du dazu verpflichtet, mir diesen Wunsch zu erfüllen.« Larissa Sarand schildert die Tragödie ihrer Familie mit schonungsloser Ehrlichkeit. Ihre Mutter erkrankt plötzlich schwer psychisch, und die genauen Ursachen bleiben unklar. Larissa und ihr Vater sind hilflos den Wahnvorstellungen und der zunehmenden Aggressivität der Mutter ausgeliefert, die bald ihren ersten Suizidversuch unternimmt. Kurz darauf wird bei Larissas Vater unheilbarer Krebs diagnostiziert. Der Tod wird zum zentralen Thema im Leben der Familie: Die Mutter will sterben, der Vater muss sterben, und Larissa kämpft verzweifelt, beides zu verhindern. Der Wahnsinn wird zur neuen Normalität, und die Familie spricht am Esstisch über Selbstmord und Sargholz, als wäre es alltäglich. Der innere Konflikt bleibt lange verborgen, bis es für alle Beteiligten zu spät ist. Beide Elternteile sterben, und Larissa fragt sich, ob sie eine Mitschuld trägt. In ihrer Erzählung kombiniert sie ihre Perspektive mit erschreckenden Tagebucheinträgen der Mutter und nüchternen ärztlichen Befunden. Die Geschichte entfaltet sich wie ein beklemmendes Kammerspiel, das den Leser in die Abwärtsspirale der Familie hineinzieht. Letztlich bleibt für Larissa die quälende Frage nach der Schuld.

      Der Wahnsinn und seine Gefährten2018
    • Friss oder stirb

      Wie mir die Magersucht auf den Magen schlug und ich ihr ins Gesicht

      »Ich sollte eine Karriere als Zauberkünstlerin anstreben. Kaum jemand kann kleine Kalorienbomben so schnell und unauffällig ›verschwinden‹ lassen wie ich.« In diesem Buch erzählt die Autorin von ihrer Magersucht – ohne Scham und mit viel Galgenhumor. Sie offenbart die Tricks, mit denen sie ihre Krankheit geheim hielt, und beschreibt die Herausforderungen, die sich aus dem ständigen Überangebot an Nahrungsmitteln ergeben. Larissa Sarand legt die Geheimnisse ihrer skurrilen Verhaltensweisen offen und zeigt, dass hinter der Krankheit oft ein ausgeklügelter, aber irrationaler Plan steckt. Magersucht wird hier als Fulltime-Job dargestellt, bei dem jedes gesellschaftliche Event mit Essen eine Herausforderung darstellt. Sarand bricht ein Tabu und erzählt gnadenlos ungeschönt von ihren Erfahrungen. Der beißende Zynismus verleiht dem Text eine neue Perspektive, ohne die Tragik der Anorexie zu schmälern. Sie nimmt die Leser mit auf eine rasante Reise von den Anfängen der Krankheit nach dem Tod ihrer Eltern bis zu den dunkelsten Momenten an der Grenze ihrer physischen und psychischen Kräfte. Dabei bleibt die Frage, ob man darüber lachen darf, stets präsent. Die Entscheidung darüber überlässt die Autorin dem Leser und lädt ein, sich auf diese aberwitzige Reise einzulassen oder das Buch schnell zuzuschlagen.

      Friss oder stirb2017
      4,0