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Axel Grube

    Franz Kafka als wegweisende Gestalt
    Im Paradies wie immer
    • Im Paradies wie immer

      Eine poetische Philosophie Franz Kafkas

      Es ist schwer die Wahrheit zu sagen. Denn es gibt zwar nur eine. Aber sie ist lebendig und hat daher ein ständig wechselndes Gesicht. - Franz Kafka (In einem Brief an Milena Jesenská) Als Philosoph ist Kafka bisher nicht in Erscheinung getreten; er selbst hätte sich wohl kaum als ein solcher verstanden. Kann man trotzdem von einer Philosophie, d. h. vom Zusammenhang eines Denkens sprechen, das auch Kafka selbst – spätesten nach Zürau – klar vor Augen stand? Unter Berücksichtigung meist ausgeblendeter Motive erscheint bereits bei einer unkommentierten Sortierung der Zürauer Texte, der Zusam- menhang eines Denkens in schöner Sinnfälligkeit. In den Anklängen zur Prosa, nach Hinweisen im Tagebuch und vor allem im Licht der Selbstaussagen über den persönlichen Grund seines Denkens, erscheint eine ungemein hoffnungsvolle Philosophie in poetischer Plausibilität. Um das Paradox von Unabschließbarkeit und Gewissheit kreist das Denken Kafkas. Wahrheit ist ihm dabei kein unmöglicher Begriff, vom Glauben zu sprechen nicht fremd. Die Entdeckung des Zweifellose[n] in sich, zu dem er gar nicht viel an [sich] verändern, sondern nur die alten, engen Umrisse [seines] Wesens nachziehen musste, scheint dabei das Agens einer praktischen Philosophie zu sein, bei der es Kafka letzthin um die nächsten Bedürfnisse des Lebens geht, vor allem in der Frage zur Bildung eines Verantwortungsgefühls, einer ethischen Musikalität.

      Im Paradies wie immer2023
    • Franz Kafka als wegweisende Gestalt

      Buch und Hörbuch (Volltextlesung) / Sprecher - Axel Grube

      • 63 stránok
      • 3 hodiny čítania

      Es wurde einem wohl in seiner Gegenwart. (Max Brod in Erinnerung an Franz Kafka) Man kann sich gar nicht genug darüber wundern: Warum wurden die Schriften der engsten Freunde, die ja doch von Beginn an mit Kafka in einem intensiven Gespräch auch über grundlegende Fragen standen, so unbeachtet gelassen, ja beinahe verdrängt. Schon allein durch die Schilderung der persönlichen Erfahrung erscheint Kafka in einem völlig anderen Licht: So unendlich viel Sicherheit ging von ihm aus, wie ich sie in meinem späteren Leben nie mehr von irgend jemandem her verspürt habe. (…) Man kann es in einem einzigen Satz aussprechen: Es wurde einem wohl in seiner Gegenwart. (…) Franz Kafka ist weltberühmt. Aber gerade das Wegweisende und Trostreiche, das in seinem Werk liegt, ist inmitten des Krachs und Begriffstanzes, der rings um dieses Werk aufgeführt wird, beinahe unbekannt und ohne Wirkung geblieben. (Max Brod)

      Franz Kafka als wegweisende Gestalt2015