Rose Ausländerová, nemecky píšuca židovská poetka, považovala slovo za svoj skutočný domov. Veľkú časť života strávila vo vyhnanstve, ale jej tvorba sa vyznačuje krištáľovou jasnosťou. Básne opisujú prírodné krásy sveta, ako aj jej skúsenosti z obdobia druhej svetovej vojny, života v exile a vzťahu k ľuďom. Jej skorá tvorba je formálne prísna, zatiaľ čo neskoršie básne sú ovplyvnené voľným veršom a modernými rytmami.
Antologie představuje poprvé v ucelené knižní podobě německy psanou poezii z Bukoviny. Tento východoevropský region s hlavním městem Černovicemi se ve dvacátém století stal svědkem řady dramatických dějinných zvratů. Ty stojí za intenzitou básnické tvorby zdejších německy píšících autorů a autorek vesměs židovského původu, z nichž do světové literatury pronikla jména Rose Ausländerové a Paula Celana. Kniha dokumentuje počátky, vzmach i zánik jedinečné kulturní symbiózy, která na tomto území vznikla.
Výbor z básní a lyrických próz „básnířky Bukoviny“ Rose Ausländerové (1907 Černovice – 1988 Düsseldorf). Hlavními tématy jejích textů, v nichž se snoubí snovost a realita, senzitivnost a intelekt, fantazie a logika, jsou exil a pronásledování.
Výbor z poezie Rose Ausländerové přináší její básně z pomezí řeči v nových
překladech do češtiny. Rose Ausländerová (1901–1988) patří k nejvýraznějším i
nejpozoruhodnějším hlasům německy psané poezie druhé poloviny dvacátého
století. Zároveň se stejně jako Paul Celan, Nelly Sachsová či Hilde Dominová
řadí k autorům židovského původu, kteří dokázali přetavit zkušenost holokaustu
do básnického slova v němčině, svém mateřském jazyce a přitom jazyce vrahů
jejich rodin. Tento rozpor vede k poezii často označované jako hermetická,
neproniknutelná. Přesto je tato poezie přímo nabita odkazy a reáliemi, které
jsou velmi hmatatelné a hmotné a stojí za to dát si práci s jejich
rozklíčováváním.
Роза Ауслендер (1901, Чернівці – 1988, Дюссельдорф) належить до числа видатних німецькомовних поетес нашого часу, поряд з такими іменами, як Ельза Ласкер-Шюлер, Неллі Закс, Марія-Луїза Кашніц або Інгеборг Бахман. Її лірика, на перший погляд проста й невибаглива, звернена до вічних проблем людського буття, наснажена силою пристрасного почуття і живої, невтомної думки, випромінює потужну енергію добра, краси й любові. Друге видання книги доповнене новими перекладами поезій, а також зразками есеїстичної, літературно-критичної та публіцистичної прози, яка увиразнює художні засади творчості поетеси й засвідчує її нерозривний зв’язок з буковинською вітчизною.
Die Gedichte stammen aus den Jahren 1970 bis 1976 und wurden vor der breiten Anerkennung von Rose Ausländers lyrischer Kraft in kleinen Auflagen veröffentlicht. Diese Texte erscheinen nun erstmals im Taschenbuch, ergänzt durch ein Nachwort von Walter Hinck.
Dieser Gedichtband enthält Werke aus den Jahren 1977 und 1978, darunter die Zyklen »Doppelspiel« und »Mutterland« sowie einige verstreute Gedichte. In dieser Zeit erlebte Rose Ausländer ihren literarischen Durchbruch und erhielt öffentliche Anerkennung für ihre klaren, unverschlüsselten Verse.
Die unveröffentlichten Gedichte von Rose Ausländer, die bis zu ihrem Tod 1988 unpubliziert blieben, zeigen ihre Friedensfähigkeit und Hoffnung trotz erlittenem Leid. Diese Spätwerke, entstanden in den 1970er Jahren, erscheinen hier erstmals im Taschenbuch. Anton Krättli lobt ihre poetische Aussage und Widerstandskraft.
Obwohl Rose Ausländer seit 1978 ans Krankenbett gefesselt war und die Vergangenheit als verfolgte Jüdin unvermindert auf ihr lastete, strahlt auch ihre Alterslyrik Zuversicht aus: »Es ist eine vorbehaltlos lebensfreundliche Haltung, die Rose Ausländer beseelt. Überall, wo das Leben auf sie zutritt, öffnet sie sich in ihrer ursprünglich gebliebenen Begeisterungsfähigkeit« (Beatrice Eichmann-Leutenegger). Nicht einmal das Wissen um die Nähe des eigenen Todes hat diese Lebensfreude trüben können. Im Gegenteil - Leben und Tod, Sterben und Wiedergeburt, Diesseits und Jenseits gehörten für Rose Ausländer eng zusammen: »Laß mich/dir entgegenblühn / Schönheit / Es heißt / blühn und / sterben«.Der Band enthält (Gedichte aus den Jahren 1982 bis 1983. Sie wurden erstmals veröffentlicht in den Zyklen ›Südlich wartet ein wärmeres Land (1982), ›So sicher atmet nur Tod‹ (1983) und ›Ich zähl die Sterne meiner Worte‹ (1985). Neu ist vor allem die »Poesie der einfachen Form« (Walter Hinck), die diese späten Gedichte auszeichnet: immer kürzer, immer schlichter, zuletzt sogar ohne Titel - und doch jedes für sich ein lyrisches Kunstwerk.
Der Gedichtband umfasst Werke von 1927 bis 1947, darunter die Gedichte aus dem 1939 in Rumänien veröffentlichten ›Der Regenbogen‹ und siebzig weitere. Trotz ihrer Sensibilität und Schlichtheit blieb der Band aufgrund politischer Umstände und mangelnder Beachtung in Deutschland erfolglos.
1976 erschienen die Gedichte dieses Bandes erstmals. Sie markie-ren das Ende einer reichen Schaffensperiode Rose Ausländers. Diese Gedichte kennen keinen Zweifel: Wozu Lyrik heute? Sie sagen: »Ich freue mich«, »Ich tröste mich«, »Ich lebe«, »Ich suche«, »Ich fliege«, »Ich liebe«. Sie zeigen: der Drang, Gedichte zu schreiben, ist ein unverzichtbarer: »Wer bin ich/wenn ich nicht/schreibe«. Es gibt nur diese einzige Möglichkeit, zu bestehen und zu überstehen. Die Möglichkeit, der Vergangenheit und Gegenwart Herr zu werden.
Der Band enthält Gedichte von Rose Ausländer aus den Jahren 1980 und 1981. Sie wurden zum großen Teil in den Bänden ›Einverständnis‹ und ›Mein Atem heißt jetzt‹ veröffentlicht. Diese lyrischen Arbeiten entstanden mithin in einer Zeit, in der Rose Ausländer nach langen Jahren endlich die Anerkennung einer großen Öffentlichkeit zuteil wurde. Es gelingt der Dichterin, ihr Leben, das von den brutalen Verletzungen dieses Jahrhunderts entstellt wurde, ohne Beschönigung, aber auch ohne Bitterkeit in Verse von karger Pracht zu bringen. »Zähl nicht die Stunden«, heißt es in einem ihrer Gedichte, »Sie zählen sich selbst / zum Jahr / zur winzigen Ewigkeit / deines Aufenthalts hier / Dieser rollende Hauch.« In ihrem Nachwort schreibt Ingeborg Drewitz: »Die Leichtigkeit, das Verstummen der Wunden, das Leise der Trauer sind es, die Rose Ausländers Gedichte so zugänglich machen.«
»Eine eigene Stimme, aber mit Anklängen. Einsam, aber in der Reihe von Elsa Lasker-Schüler, Gertrud Kolmar, Nelly Sachs.“ Harald Hartung ›Hügel / aus Äther / unwiderruflich‹ enthält die Zyklen ›36 Gerechte‹, ›Inventar‹, ›Ohne Visum‹, ›Andere Zeichen‹ sowie Prosastücke (z.B. die ungedruckten Erzählungen ›Fluch II‹ und ›Warum?‹) und die Gedichte, die nur verstreut veröffentlicht sind. Der Band wird eingeleitet mit einer kurzen Vorbemerkung des Herausgebers und wird beschlossen mit einer editorischen Notiz, einem Quellennachweis und einem doppelten Inhaltsverzeichnis, das geordnet ist nach Überschriften und nach den Gedichtanfängen.
Deutschsprachige Lyrikerin (1901-1988). - Themen der Lyrikerin sind der intensiv erfahrene Lebensabend, mächtig heraufdrängende Erinnerungsbilder, Liebe zu Menschen und Dingen, Gedanken ueber die Unsterblichkeit poetischer Worte
Gedichte, kleine Prosa und Materialien aus dem Nachlass
123 stránok
5 hodin čítania
Rose Ausländers Rang als Lyrikerin ist mittlerweile unbestritten. Nach Jahrzehnten, in denen man ihren Namen nur unter Kennern nannte, zählt sie heute ganz selbstverständlich zu den Klassikern der Moderne, und ihre Gedichte stehen gleichberechtigt neben denen von Nelly Sachs und Else Lasker-Schüler. In ihrem Werk beweist sich noch einmal die Kraft der Literatur: Ihre Stimme dringt aus dem Dunkel eines unmenschlichen Schicksals zu uns und spricht doch überzeugend von der Schönheit und vom Licht. Zum zwanzigsten Todestag der großen Dame der deutschen Lyrik am 3. Januar 2008 versammelt der vorliegende Band unveröffentlichte Gedichte und Kurzprosa aus dem Nachlass.
»Ich gestehe, daß unter den Strophen der Rose Ausländer ... meine Lieblingsverse sind. Wer noch Gedichte zu lesen versteht, wird in der erheblichen Fülle des Bandes die seinen finden.« Heinz Politzer ›Im Aschenregen / die Spur deines Namens‹ faßt die Zyklen ›Es bleibt noch viel zu sagen‹ und ›Noch ist Raum‹ sowie den Prosatext ›Doppelleben‹ zusammen. Der Band wird eingeleitet mit einer kurzen Vorbemerkung des Herausgebers und wird beschlossen mit einer editorischen Notiz, einem Quellennachweis und einem doppelten Inhaltsverzeichnis, das geordnet ist nach Überschriften und nach den Gedichtanfängen.
Die Gedichtsammlung ›Ein Stück weiter‹ von Rose Ausländer, erschienen 1979, thematisiert Alter und Tod, geprägt von ihrer typischen Sprache und lyrischen Motiven. Sie nutzt einen reichen Fundus an Bildern aus Natur und Mythos und betont die Bedeutung des »Wortes«, das als zauberhaftes Element in ihrer Poesie fungiert.
So that no light us loves They came with sharp flags and Pistolen's chossen all stars and the moon off thus no light us biebe so that no light us loves There we buried the sun It was an infinite solar eclipse
Zu einer Zeit, da Rose Ausländer kaum Gelegenheit zur Veröffentlichung hatte, in der für sie Schreiben gleichbedeutend mit Leben und Überleben war, gelang es ihr, diese in kleine Notizbücher übertragenen Gedichte nach dem Krieg aus ihrem besetzten Geburtsort Czernowitz herauszuschmuggeln - eine Zeit, die Rose Ausländer mit den Worten Sie ist ein Traum, ein langer schwarzer - aber es kommt das Erwachen deines Selbst, zur Helligkeit, zur Zeitlosigkeit! Dieser Band enthält eine Auswahl von 109 Gedichten der Jahre 1927 bis 1947 aus dem literarischen Nachlaß von Rose Ausländer. Formal gehören sie in ihre erste Schaffensperiode, als sie den traditionellen Gesetzen der Metrik und des Reims folgte, und zeugen - zugleich verdichtet und auratisch umglänzt - vom Unversöhnten im versöhnlichen Ton ihrer Lyrik.
Rose Ausländer, geboren 1901 in Czernowitz/ Bukowina, überlebte die Jahre 1941-44 in Czernowitz im Ghetto und in einem Kellerversteck. 1946 wanderte sie in die USA aus, 1965 zog sie nach Deutschland. Sie glaubte daran, dass auch nach der Shoa Schreiben möglich sei und arbeitete: Ihr Werk umfasst 3000 Gedichte. In seiner Auswahl präsentiert Helmut Braun die wichtigsten und schönsten Gedichte aus dem Lebenswerk dieser beeindruckenden Lyrikerin.
Zehn Jahre lang, von 1978 bis zu ihrem Tod, war Rose Ausländer an ihr Zimmer im Düsseldorfer Nelly-Sachs-Haus gefesselt. Wie Heinrich Heine, nur viel länger, lag sie in der »Matratzengruft«. Im zähen Ringen mit ihrem kranken, sich entziehenden Körper schrieb sie weiter an Gedichten, die ihr den fehlenden Kontakt zur Außenwelt ersetzen mussten. In immer neuen Anläufen gestaltete sie die Themen Sterben und Wiedergeburt, Schuld und Liebe, Hoffnung und Angst. Erst 1986 versiegte die Sprache, die sie am Leben erhielt. Kurz vorher vollendete sie zwei Zyklen, die in diesem Band vereinigt sind: Die Sammlung ›Der Traum hat offene Augen‹ enthält Gedichte, die zwischen 1965 und 1978 entstanden und - nach eingehender Überarbeitung durch die Autorin im Jahr 1986 - wenige Monate vor ihrem Tod erstmals veröffentlicht wurden. Auch der Zyklus ›Ich spiele noch‹ ist 1987 erschienen. Er versammelt Gedichte aus den Jahren 1985 und 1986, die letzten also, die Rose Ausländer geschrieben hat.
Obwohl sich in dieser schlichten, beinahe lakonischen Alterslyrik Krankheit und Todesnähe zwangsläufig niedergeschlagen haben -»unvergleichlich bleibt die Art, wie der Dichterin das Wort zum Partner wird« (Walter Hinck, FAZ).
Rose Ausländer hat einen wichtigen Platz in der deutschsprachigen Lyrik, doch ihre Prosa wurde bisher wenig beachtet. Der vorliegende Band versammelt erstmals alle erzählenden und autobiografischen Texte sowie Essays und Interviews von Ausländer, die wichtige Einblicke in ihre Herkunft, Entwicklung und Schreibmotivation bieten.