Der Widerruf der Approbation wegen Unwürdigkeit Zur Entbehrlichkeit eines unbestimmten Rechtsbegriffs
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Die verwaltungsrechtliche Praxis zum Unwürdigkeitsbegriff und das Vertrauen der Patienten in die Ärzteschaft werden analysiert. Die Arbeit zeigt die Intention hinter der übermäßigen Interpretation des Begriffs auf und macht deutlich, dass eine solche Interpretation vor der Einführung des Unzuverlässigkeitsbegriffs nicht notwendig war. Der Widerruf der Approbation aufgrund von Unwürdigkeit stellt einen erheblichen Eingriff in die Berufsfreiheit der Ärzte dar. Angesichts der Schwere dieses Eingriffs ist es überraschend, dass in der behördlichen Praxis oft nur geringe Begründungen erforderlich sind. Neben der Darstellung der übermäßigen Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs zielt die Arbeit darauf ab, das eigentliche Vertrauen der Patienten in die Ärzteschaft zu definieren. Es wird argumentiert, dass ein angemessener Schutz dieses Vertrauens, ähnlich wie in anderen Bereichen des besonderen Verwaltungsrechts, nur durch den Begriff der Unzuverlässigkeit gewährleistet werden kann. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Vorwort, Literaturverzeichnis, Einleitung, den Gang der Untersuchung sowie drei Kapitel, die die Sonderstellung des Unwürdigkeitsbegriffs, die Haltbarkeit dieser Sonderstellung und das fehlende Bedürfnis nach einem unbestimmten Rechtsbegriff kritisch beleuchten. Ein Fazit und eine ehrenwörtliche Erklärung runden die Arbeit ab.
