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Michael Eber

    Christologie und Kanonistik. Der Dreikapitelstreit in merowingischen libri canonum
    Die Lebensbeschreibung des Lupus von Sens und der merowingische Machtwechsel von 613/14
    • Die Lebensbeschreibung des Lupus von Sens und der merowingische Machtwechsel von 613/14

      Studien, revidierter Text und Übersetzung

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      Mit der Lebensbeschreibung des Lupus, seines Zeichens Metropolitanbischof von Sens, behandelt der Band eine bisher weithin vernachlässigte Quelle zur Geschichte des Merowingerreiches im frühen 7. Jahrhundert. Die Heiligenvita schildert das Wirken Lupus' vor dem Hintergrund des blutigen Machtwechsels der Jahre 613/614: von der Absetzung und Hinrichtung der Königin Brunichilde bis zur Übernahme der Macht im gesamten Frankenreich durch König Chlothar II., der auf einem Konzil und einer Reichsversammlung in Paris Ende 614 eine umfassende Neuordnung der Verhältnisse in Angriff nahm. Die Studie unterzieht die handschriftliche Überlieferung der Lupus-Vita mit 36 Textzeugen einer neuen Analyse, modifiziert das bisherige Überlieferungs-stemma Bruno Kruschs, revidiert dessen Editionstext und bietet schließlich auf dieser Basis eine erstmalige Übertragung ins Deutsche. Studien zu Entstehungs-zeit und -ort des Textes, zu den wichtigsten in ihm genannten Akteuren sowie zu seiner narrativen Struktur, Raumwahrnehmung und hagiographischen Topik erlauben es, die Bischofsvita als Quellenzeugnis für diese wichtige Zeit erstmals eingehender zu würdigen. Jetzt reinlesen: Inhaltsverzeichnis(pdf)

      Die Lebensbeschreibung des Lupus von Sens und der merowingische Machtwechsel von 613/14
    • Um 550 beschimpfte Bischof Nicetius von Trier Kaiser Justinian als "Sohn des Teufels", weil dieser die Drei Kapitel als häretisch verdammte. Der Dreikapitelstreit, ein Teil der seit dem 5. Jahrhundert wütenden Christologiedebatten, erschütterte den Mittelmeerraum. Im Gegensatz zur groben Polemik des Nicetius zeigt die vorliegende Studie, dass die Bischöfe des merowingischen Frankenreichs sich differenziert zum Streit positionierten. Einige von ihnen zeigten überraschende Offenheit für den Neo-Chalcedonismus, die theologische Tradition, die Justinians Religionspolitik zugrunde lag. Dies wird anhand dreier gallischer Kirchenrechtssammlungen des späten 6. Jahrhunderts verdeutlicht, deren idiosynkratische und auf den ersten Blick chaotische Textzusammenstellung bewusst erfolgte und eine theologische sowie ekklesiologische Kohärenz in der Auseinandersetzung mit den christologischen Debatten erkennen lässt. Der Band präsentiert die merowingischen Episkopatsmitglieder als engagierte und selbstbewusste Disputanten zu den Fragen des Dreikapitelstreits. Anhänge enthalten einen bisher vernachlässigten Brief des Bischofs Cyprian von Toulon zur Christologie mit deutscher Übersetzung sowie ein kommentiertes Inhaltsverzeichnis der Collectio Sancti Mauri.

      Christologie und Kanonistik. Der Dreikapitelstreit in merowingischen libri canonum