Alain sa zameriava na existenciálne témy a ľudskú psychiku, ktoré skúma prostredníctvom minimalistického a introspektívneho štýlu písania. Jeho diela často charakterizuje hlboká reflexia nad zmyslom života, medziľudskými vzťahmi a hľadaním vlastnej identity. Čitatelia oceňujú jeho schopnosť preniknúť do vnútra postáv a odhaliť univerzálne ľudské pravdy prostredníctvom zdanlivo obyčajných situácií. Jeho próza je cenená pre svoju precíznosť a emocionálnu rezonanciu.
Návštevníci koncertu zažijú prekvapenie: klavírny virtuóz Marek Olsberg náhle prestane hrať, vstane a odíde z pódia. Koncert je katalyzátorom, ktorý rozjatrí životné rany štrnástich románových postáv. Všetky navonok žijú usporiadane, no ich spokojnosť podkopáva neopätovaná láska, nevera, zrada a nedôvera. Postavy, miesta a udalosti sa prelínajú. Svet vypadol z rytmu a osudy všetkých lúčovito smerujú k bodu zlomu, kde sa v klamlivej pretvárke odhalí ich prázdny meštiacky život.
In diesem Roman von Alain Claude Sulzer werden existenzielle Fragen über Freundschaft, (Homo-)Sexualität und Kunst anhand der Lebensgeschichten zweier Männer untersucht. Während einer als Künstler nach New York strebt, kehrt der andere nach Jahren zurück und entdeckt die faszinierenden Werke seines verstorbenen Freundes, die nun gefeiert werden.
Avant la chute du communisme, Leo, un étudiant qui a fui un pays de l'Est, est accueilli en Suisse par un couple et s'installe dans leur maison de banlieue. Martha, une mère de famille de trente-quatre ans, accepte de lui donner gracieusement des cours d'allemand. Dans cette langue qu'il maîtrise à peine, il s'entend avouer pour la première fois qu'il a abandonné sa fiancée au pays. Mais cette trahi-son n'est qu'un début. Alors qu'il est devenu l'amant de son professeur, il prend en secret des cours d'anglais pour pouvoir rejoindre son frère au Canada. Cet amour qui est pour Martha une révélation et qui va bouleverser sa vie n'est pour lui qu'un bonheur fugitif, qui n'a pas de place dans ses rêves d'avenir. Pour Alain Claude Sulzer, l'amour est inséparable de la trahison, car il y en a toujours un qui aime plus que l'autre. Mais le roman dénonce aussi l'égoïsme inséparable de celui qui émigre. Obnubilé par le but qu'il s'est fixé, il utilise froidement tous ceux qui l'aident sans se préoccuper de leurs sentiments.
Dans la Suisse des années 1960, Ernest, un serveur, doit faire face aux dangers de son homosexualité dans un contexte homophobe. Son histoire d'amour vieille de trente ans ressurgit, révélant les défis d'une vie marquée par le secret et la douleur. Prix Médicis étranger 2008.
„Dies ist ein Roman, den der gemeine Leser atemlos verschlingen wird, während das literarische Trüffelschwein sich an mancherlei Trouvaillen delektieren kann.“ Die Welt
Ein großer Schweizer Romancier entfaltet einen Bilderbogen der Stadt Basel und ihres Umlands: wie sich die Stadt entwickelt hat, welches Lebensgefühl sie vermittelt und warum: Daig, Mäzene, Chemie, die Fasnacht, Schwimmen im Rhein und wo es am Ufer am schönsten ist - dieses Buch ist ein Leckerli!
Alain Claude Sulzers virtuoser Roman über einen großen Filmstar in der Einsamkeit des Exils und die Wirren der europäischen Katastrophe. Lionel Kupfer, allseits umschwärmter Filmstar der frühen Dreißigerjahre, ist ins Hotel Waldhaus in Sils Maria gereist, um sich auf seine nächste Rolle vorzubereiten. Doch die Ereignisse überschlagen sich. Kupfer sieht sich mit der Tatsache konfrontiert, dass er als Jude in Deutschland unerwünscht ist. Der Vertrag für seinen nächsten Film wird aufgelöst. Die schlechte Nachricht überbringt ihm ausgerechnet Eduard, sein Liebhaber, dessen gefährliche Nähe zu den neuen Machthabern immer offenkundiger wird. Lionel Kupfer ist gezwungen, zu emigrieren. Doch muss er nicht nur Eduard verlassen, sondern auch einen jungen Schweizer Postbeamten namens Walter, der sich ins Hotel eingeschmuggelt hat, in der Hoffnung, dem von ihm verehrten Filmstar leibhaftig zu begegnen. Er kommt ihm dabei näher, als er je zu hoffen wagte. Wir folgen nicht nur Lionel ins Exil nach New York, wo er als Schauspieler nicht richtig Fuß fassen kann, sondern auch dem zwielichtigen Kunsthändler Eduard und dem jungen Postbeamten aus Sils. Innerhalb einer Zeitspanne von fünfzig Jahren begegnen wir Menschen unterschiedlicher Herkunft, deren Wege sich kreuzen, die sich manchmal für wenige Tage sehr nahekommen, um dann wieder auseinandergerissen zu werden. Doch obwohl sie sich aus den Augen verlieren, vergessen sie einander nicht.
Wer zur falschen Zeit den Falschen liebt … Die Uhr am Handgelenk seines Vaters weckt plötzlich das Interesse eines siebzehnjährigen Jungen. Das Foto, auf dem der Vater die Uhr trägt, stand jahrelang unbeachtet im Regal. Da er seinen Vater nicht kannte und die Mutter ungern über ihn sprach, wird seine Neugier geweckt. Auf dem Bild, das von einem professionellen Fotografen stammt, steht die Uhr auf Viertel nach sieben – eine seltsame Zeit für ein Fotoshooting. Der Junge beschließt, dem Rätsel nachzugehen. Auf der Rückseite des Porträts findet er eine Pariser Adresse und entdeckt, dass der Fotograf sein mysteriöser Patenonkel ist, der sich seit seiner Taufe nie gemeldet hat. Ohne seine Mutter oder den Stiefvater einzuweihen, hebt er sein gesamtes Geld ab, hinterlässt einen kurzen Abschiedsbrief und reist nach Paris. Dort entdeckt er die wahre Geschichte seines Vaters, die sein Weltbild erschüttert. Mit großer Dezenz und der Wucht einer griechischen Tragödie entfaltet der Autor die Geschichte eines Mannes, der an sich selbst und den Zeitumständen scheitert. Er erkennt, dass die Heirat mit seiner Frau, die ihm einst wie eine Rettung erschien, ein Fehler war, und dass er sie betrügen muss, um die wahre Liebe seines Lebens zu leben.
Anrührend, urkomisch und abgründig traurig beschreibt Alain Claude Sulzer eine normale Jugend in einem Vorort. In einem Erinnerungsmosaik der 60er- und 70er-Jahre stehen Nostalgie und stilles Grauen nah beieinander. Der Schauplatz ist Riehen, ein Vorort von Basel, wo das Leben von zugezogenen Gardinen geprägt ist, in dem Scheidungen unbekannt sind und Frauen am Steuer für Aufsehen sorgen. Sulzer wächst als einer von drei Söhnen einer französischsprachigen Mutter auf, die kaum Deutsch spricht, und eines Vaters, dessen Stolz ein avantgardistisches Haus ist, das in einer Architekturzeitschrift gefeiert wird – trotz der undichten Flachdächer und der unzufriedenen Familie.
In kurzen Erinnerungsblitzen schildert Sulzer seine Jugend, geprägt von komischen und scharfsinnigen Beobachtungen. Er erzählt von seinem Ballettunterricht, wo er als einer der wenigen Jungen bald ausgeschlossen wird, als Gerüchte über den Choreografen aufkommen; von Fräulein Zihlmann, die sich von Alains Vater zur Arbeit mitnehmen lässt und von der Mutter mit stillem Hass verfolgt wird; und von Ausflügen in die zwielichtige Welt des Theaters sowie einer gescheiterten Flucht nach Paris. Sulzers Erinnerungen sind hinreißend und bieten einen Blick auf die skurrilen Aspekte seiner Kindheit.
Die Opernsängerin Anna Sutter, deren berühmteste Rolle die »Carmen« ist, wird von einem verschmähten Liebhaber getötet, der richtet sich gleich darauf selbst, während im Schrank der wirkliche Liebhaber Zeuge der Tat wird. Wüste Erfindung? Nein, Alain Claude Sulzers Novelle beruht auf einer wahren Begebenheit. Er hat dieses Drama recherchiert und um einige Vermutungen erweitert.