Was ist Kommunikation?
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Web-Entwicklung ist ein global betriebenes Kulturen-Projekt. „Web-Fictions“ versammelt weltweit agierende Vertreter der Spitzengruppe zur Erforschung und Entwicklung von avancierten computerintegrierten Medienräumen. Medien- und computerwissenschaftliche, künstlerische und designerische sowie kommunikationswissenschaftliche Entwicklungsoptionen und Probleme werden vorgestellt und ausführlich besprochen. Sinnliche Qualität, Multisensorik, open source, globale Öffentlichkeit, virtuelle Wissensräume und inhärente, web-spezifische Qualitätssicherung kommen dabei zur Sprache. Manfred Faßler stellt die Entwicklung kommunikativ immer mehr verdichteter Netzumgebungen und intelligent hybrider Umwelten vor. Ursula Hentschläger und Zelko Wiener präsentieren internationale Positionen zur Kunst im WWW: aus einer Fülle offener aber moderierter und für die Veröffentlichung redigierter Interviews sind 21 Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst, Theorie und Performance/Veranstaltung hervorgehoben.
Seit den späten 40er Jahren hat die zivile Nutzung der Militärtechnologie „Computer“ zu einem gesamtgesellschaftlichen „cybernetic turn“ geführt. Die Integration von Telefonie, virtuellen Realitäten, elektronischer Fernanwesenheit und tradierten Medien hat neue Bedingungen für soziale Systeme, so auch für die Kunst bewirkt. Das Buch zeigt den dichten Zusammenhang von Theoriegeschichte und medientechnologischer Evolution sowie die engen Verbindungen zu künstlerischen Entwicklungen, wie interaktive Medienkunst, elektronisch-synthetische Werke und offene Kunstwerke. An zahlreichen Beispielen wird dargelegt, dass die kybernetische Wende eine Neufassung der Begriffe „Form“ und „Prozeß“ ebenso erfordert, wie die Beschreibung einer neuen Wissenschaft vom Entwerfen.
Die globalen Verbreitungen digitaler Netzwerke schwächen und zerstören zusehends einen alten Mythos: die Gesellschaft. Die Menschheit ist dabei, ihre Organisationsweisen und Lebenszustände grundlegend zu verändern. Die These dieses Buches ist: Gesellschaften verlieren ihre Vererbungstauglichkeiten und damit ihre Reproduktionstauglichkeit. Sie verlieren sie an komplexe ökonomische, projektgebundene, künstlerische, kollaborative Informationsrealitäten, die für ihre selektiven Vernetzungen, ihre koordinierenden Verabredungen und ihre Innovationsfähigkeit des Legalitäts- und Legitimiationsraumes der Gesellschaft nicht mehr bedürfen. Gegenwärtig steht dafür das Kürzel: Web 2.0.
Das Verhältnis von Gesellschaft und Bewusstsein: Eine Einführung
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