Silent Heroes Memorial Center
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Der Band beleuchtet die politischen Ereignisse rund um den Bendlerblock und die Staatsstreichplanung von Claus Schenk Graf von Stauffenberg ab Herbst 1943. Detailliert werden die Vorbereitungen und der gescheiterte Umsturzversuch am 20. Juli 1944 sowie die Erschießung Stauffenbergs und seiner Mitverschworenen dargestellt.
In der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 1942 protestieren junge Menschen, darunter Liane Berkowitz und Friedrich Rehmer, gegen die NS-Propaganda in Berlin. Beide werden verhaftet und zum Tode verurteilt. Der Band beleuchtet ihre Lebensgeschichten und die Widerstandsaktionen der Roten Kapelle, ergänzt durch neue Quellen und persönliche Briefe.
Mildred Harnack, geb. Fish, stammte aus Milwaukee und lebte seit 1930 in Berlin, wo sie an der Friedrich-Wilhelms-Universität und am Berliner Abendgymnasium lehrte. Kurz nach Hitlers Machtübernahme bildete sich um das Ehepaar Harnack ein Freundeskreis, der gegen die Nationalsozialisten opponierte, darunter auch ihre Schüler Karl Behrens und Bodo Schlösinger. Harnack nutzte ihre Kontakte zur amerikanischen Botschaft, um ihren Schülern Informationen zu beschaffen, die im nationalsozialistischen Deutschland sonst nicht zugänglich waren. Aufgrund ihrer Funkkontakte zur Sowjetunion wurde die Gruppe als Rote Kapelle bezeichnet, wobei "rot" auf ihre linke Haltung hinwies und "Kapelle" eine Assoziation zu Funkern darstellt. Der Berliner Oppositionszirkel umfasste bis zu 150 Personen aus verschiedenen Berufsgruppen und politischen Richtungen. Die Gruppe verteilte oppositionelle Flugblätter und lieferte Informationen an die amerikanische Botschaft sowie an die Sowjetunion. Nach ihrer Verhaftung wurde Mildred Harnack, wie viele ihrer Mitstreiter, vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 16. Februar 1943 in Plötzensee guillotiniert. In diesem Band präsentieren Studierende der Universität Potsdam und der Peter A. Silbermann-Schule einen Überblick über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus sowie die Biografien von Mildred Harnack, Karl Behrens und Bodo Schlösinger.
Hilfe für jüdische Verfolgte 1941-1945; Geschichten, Quellen, Kontroverse
Der deutsche Diplomat Otto Carl Kiep erkannte früh, in welchen Abgrund die politische Entwicklung unter dem NS-Regime führen sollte. Als er im März 1933 an einem Bankett zu Ehren von Albert Einstein teilnahm, verlangten die Nationalsozialisten seine Ablösung. Kiep ließ sich in den einstweiligen Ruhestand versetzen. Bei Kriegsbeginn wurde er in das Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht eingezogen und hatte dort bald engen Kontakt zum Kreis um Hans Oster und Hans von Dohnanyi. Nach einer Denunziation wurde er am 16. Januar 1944 festgenomemn und am 1. Juli 1944 zum Tode verurteilt. Seine Verbindungen zu anderen Widerstandskreisen entdeckte man indes erst nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944. Nach erneuten Vernehmungen und schweren Misshandlungen wurde Otto Carl Kiep am 26. August 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet. Unter denkbar schwierigsten Bedingungen, den Augen der Gestapo verborgen, verfasste er die vorliegenden Lebenserinnerungen