Testimonia Alt-Paphos
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Reich durch Literatur gestützte Kommentare ergänzen qualitative Texte bezüglich unterschiedlicher Wahrnehmungs- und Interessenhorizonte der mittelalterlichen und neuzeitlichen Reisenden und Forscher.





Reich durch Literatur gestützte Kommentare ergänzen qualitative Texte bezüglich unterschiedlicher Wahrnehmungs- und Interessenhorizonte der mittelalterlichen und neuzeitlichen Reisenden und Forscher.
Amatus von Grenoble, Saint Maurice d'Agaune, Luxeuil und Remiremont (ca. 570 - ca. 629)
Amatus stammte aus einer römischen Familie in Grenoble und lebte fast dreißig Jahre als Mönch in Saint-Maurice d'Agaune. Dann zog er sich als Eremit in den Fels eines nahen Berges zurück. Kurz bevor 613 im burgundischen Teilreich ein Aufstand gegen den Merowingerkönig Chlothar II. ausbrach, wurde Amatus in das Columbankloster Luxeuil berufen. Von dort aus richtete Amatus mit Hilfe des Adligen Romaricus klösterliche Gemeinschaften für Männer und vor allem für junge Frauen am südöstlichen Rand der Vogesen ein. Amatus führte die Laus perennis ein, den ununterbrochenen, "ewigen" Psalmengesang, wie er in Saint-Maurice d'Agaune gepflegt wurde.Die im ausgehenden 7. Jahrhundert im Kloster Remiremont entstandene Legende des Eremiten, Klostergründers und ersten Abts Amatus zählt zu einer Trilogie von drei Viten der ersten Äbte des Doppelklosters. Das Buch bietet eine deutsche Übersetzung der Vita des Amatus mit Anmerkungen und untersucht die kulturellen Prägungen und Gehalte der Vita sowie die archäologischen Befunde im Hinblick auf eine Rekonstruktion der historischen Vorgänge. Inhaltsverzeichnis https://download.schnell-und-steiner.de/ihv/9783795437091_inhaltsverzeichnis.pdf
Spätrömische Strategie, der Hochrhein-Limes und die Fortifikationen der Provinz Maxima Sequanorum - eine Auswertung der Quellenzeugnisse
In der spätantiken Zeit, oft als Epoche der Völkerwanderung bezeichnet, entstand die Provinz Maxima Sequanorum, die zahlreiche Befestigungsanlagen aufweist. Diese befinden sich sowohl im Norden am Oberrhein als auch am Hochrhein zwischen Basel und Bodensee und auch südlich dieser Linie. Seit dem 18. Jahrhundert werden die Ruinen von Wachtürmen, Kastellen und Stadtmauern archäologisch untersucht und oft restauriert. Sie gelten als bedeutende Denkmäler, sind beliebte Ausflugsziele und werden empfohlen. Doch welche Absichten verfolgten die Römer mit diesen Bauwerken? Was ist ihre historische Bedeutung? Mauern sind stumm, und um Antworten zu finden, wenden sich die Historiker Nikolas Hächler und Beat Näf sowie der Archäologe Peter-Andrew Schwarz an antike Textzeugnisse. Sie untersuchen die Aufgaben und die Verwendung dieser Anlagen sowie die Beweggründe für ihren Bau. Welche strategische Funktion hatten die Fortifikationen? Waren sie tatsächlich im Dienste der römischen Politik? Zudem betrachten die Autoren den Gesamtraum des späten Imperium Romanum und analysieren schriftliche und archäologische Quellen, um die Rolle der Befestigungen im Kontext der römischen Geschichte zu beleuchten.
Was ist Geschichte? Wie entsteht Geschichte und wie wird diese dargestellt? Seit der Erfindung der Geschichtsschreibung vor über 2500 Jahren werden Historiker und Historikerinnen mit diesen Fragen konfrontiert. Eine einfache und eindeutige Antwort hat sich über Jahrtausende nicht finden lassen; was aber berühmte antike Autoren zum Problem der Darstellung von Geschichte gesagt und geschrieben haben, ist auch heute noch von großem Interesse. Die klassisch gewordenen und als klassisch geltenden, ihrerseits lebendig von Geschichte geprägten historiographischen Werke des Altertums enthalten Basiswissen für jede Beschäftigung mit dem Altertum und bieten Beispiele elementarer Überlegungen und Techniken, wie sie in der Arbeit von Historikerinnen und Historikern täglich gebraucht werden.
Träume sind eine wunderbare Fähigkeit des Menschen, für deren Erklärung, Deutung, und Interpretation bereits im Altertum klassische Modelle entwickelt wurden. Uralte kulturelle Regeln, Techniken und Verfahren bestimmen den Umgang mit Träumen. Meisterschaft im Erklären und Auslegen der faszinierenden Erlebnisse im Schlaf hat seit jeher die Autorität von Traumdeutern begründet, aber schon in der Antike gab es auch kritische Fragen und die Ablehnung naiver Traumgläubigkeit. Beat Näf beschreibt griffig und klar die facettenreiche Geschichte der Traumdeutung vom Alten Orient und Ägypten bis zur neuzeitlichen Rezeption. Obwohl unsere Vorstellungen vom Traumerleben heute weitgehend von Schlaf- und Hirnforschung bestimmt werden, besitzen die altvertrauten Überlieferungen noch immer ihre Wirkung in der modernen Zivilisation.