Gudrun Ensslin gehörte zur Führungsspitze der RAF und war zugleich eine literarisch hochgebildete Person. In ihrer Biografie Ensslins räumt Ingeborg Gleichauf mit den gängigen Klischees und Vorurteilen auf, die die Terroristin als Produkt eines provinziellen Pastorenhaushalts, als hysterische Blondine, als Waffen- und Modefetischistin sehen, und holt sie aus dem Schattendasein des Baader-Meinhof-Komplexes. Wie in ihrem Porträt Gertrud Kolmars ist Ingeborg Gleichauf auch hier eine diskrete Biografien, die keine voreiligen Schlüsse zieht. Sie begibt sich auf eine Spurensuche, reist an die Orte von Ensslins Kindheit und Jugend, spricht mit Nachbarn und Freunden, liest Briefe und Texte, in denen Ensslin über Bücher schrieb. So entsteht nach und nach das Bild einer wachen, sprachmächtigen Beobachterin, aber auch einer äußerst widersprüchlichen Persönlichkeit. Die Autorin beschreibt umfassend Gudrun Ensslins geistige und politische Entwicklung und zeigt, wie aus dem intellektuellen Bürgertum des Nachkriegsdeutschlands eine gewaltbereite Radikalisierung möglich war.
Ingeborg Gleichauf Poradie kníh (chronologicky)






Gertrud Kolmar (1894–1943) gilt als bedeutende deutschsprachige Dichterin, deren Werk bis heute nicht ausreichend gewürdigt wurde. Die jüdische Schriftstellerin hinterließ Gedichte, Dramen und Prosa sowie ein spannendes Briefwerk. Für heutige Leserinnen und Leser ist die Auseinandersetzung mit Kolmars Werk untrennbar mit dem Wissen um ihre Ermordung in Auschwitz verbunden. Sie ist nicht nur die melancholische Dichterin, deren Gesichtszüge eine düstere Zukunft ahnen lassen. Während ihre literarischen Werke und Briefe mittlerweile gut zugänglich sind, existieren nur wenige Fotos von ihr. Die meisten Bücher zeigen ein melancholisches Porträt aus dem Jahr 1928, das jedoch nur einen von vielen Ansätzen darstellt, um sich Kolmars Person und Werk zu nähern. Ihre Lyrik ist radikal und vielfältig: Sie kombiniert zarte und harte Töne, poetische und prosaische Elemente, und lässt Frauen, Männer, Tiere, Pflanzen und Dinge sprechen. Themen wie Ankommen und Weggehen, Stillstand und Bewegung, sowie Krieg und Frieden durchziehen ihr Werk. Kolmar verbindet starke Bilder mit komischen und grotesken Elementen. Ingeborg Gleichauf begibt sich auf die Spur dieser vielseitigen Dichterin und zeigt, dass Kolmar auch heute noch viel zu sagen hat.
Die 1947 in New York City geborene Martha Nussbaum gilt als eine der wichtigsten Philosophinnen unserer Zeit. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Frage nach einem guten Leben . Sie hat einen sogenannten Fähigkeitenkatalog aufgestellt, in dem sie versucht, herauszufinden, was alle Menschen – unabhängig von Kultur, Religion, sozialem Status – brauchen, um ein erfülltes Leben zu haben. Im Gang durch ihre Werke wird Nussbaums Denkweg nachgezeichnet. Im Mittelpunkt stehen Grundbegriffe Nussbaums sowie die Themenbereiche, denen sie sich denkerisch genähert hat, wie zum Beispiel der Feminismus oder die Beziehung von Literatur und Philosophie.
Wir wollen verstehen
Geschichte der Philosophinnen
Geschichte der Philosophinnen
Hannah Arendt und Karl Jaspers - zwei herausragende Personlichkeiten der Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts, die eine vor allem politische Denkerin, der andere ursprunglich Mediziner und Psychologe, die beide mit den Erschutterungen der Welt und ihres personlichen Lebens durch Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg zurechtkommen mussten und dabei doch der Welt immer zugewandt blieben. Sie haben viele bedeutende Schriften hinterlassen, Denkansatze, deren Relevanz bis heute nicht nachgelassen hat. uber beide ist viel geschrieben und geforscht worden - allein ihre sehr tiefe und besondere, fast lebenslange Freundschaft, beginnend mit Arendts Studium bei Jaspers ab 1926, ist bislang seltsam unerforscht. Zwar ist der umfangreiche Briefwechsel ediert, es existiert jedoch keine einzige Monographie zum Thema. Diesem Umstand will das vorliegende Buch abhelfen. Ingeborg Gleichauf, Philosophin und Schriftstellerin, nahert sich der Beziehung von Arendt und Jaspers uber die Beschaftigung mit den groaen Fragen und Themen, die die beiden zeit ihres Lebens umtrieben und legt den Focus auf das uber lange Zeitraume und groae Distanzen nie versiegende Gesprach zwischen ihnen, ob personlich oder in Briefen - auf den fruchtbaren, auch manchmal streitbaren, immer vertrauensvollen, von Neugier, Offenheit und Redlichkeit gepragten Austausch.
»Ich hatte nur ein Leben zu leben, ich wollte, dass es ein Erfolg würde ...« Simone de Beauvoir Ingeborg Gleichauf entdeckt Simone de Beauvoir neu – für junge Leserinnen und Leser des 21. Jahrhunderts. Sie führt ein in Leben und Werk dieser bedeutenden Denkerin von ihrer Kindheit und Jugend über ihre Studienjahre, ihre Arbeit als Philosophielehrerin und den Beginn ihrer lebenslangen Beziehung zu Jean-Paul Sartre, die Zeit des Zweiten Weltkriegs bis zum Höhepunkt ihrer Karriere als Philosophin und Schriftstellerin, schließlich zum Verlust Sartres und Beauvoirs eigenem Tod.
Ingeborg Bachmann und Max Frisch
Eine Liebe zwischen Intimität und Öffentlichkeit | Die große Biografie des berühmtesten Paars der deutschsprachigen Literatur
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Ingeborg Bachmann und Max Frisch: Das Traumpaar der deutschen Literatur Für vier Jahre, zwischen 1958 und 1962, waren sie ein Paar: Ingeborg Bachmann und Max Frisch. Ein Paar allerdings, von dem es keine gemeinsamen Fotos gibt und über das nur wenige Details nach außen drangen. Doch die beiden haben Spuren hinterlassen: in Paris, wo ihre leidenschaftliche Liaison beginnt, in Zürich, wo sie eine gemeinsame Wohnung beziehen, und in Rom, wohin Frisch seiner Geliebten folgt und bald von Eifersucht geplagt wird. »Ich bin ein Narr und weiß es.« Max Frisch über seine Liebe zu Ingeborg Bachmann Damals sei Ingeborg Bachmann auf ihn zugekommen wie auf einem roten Teppich, sagt Max Frisch. Sie hatte Vorrang, und er akzeptierte es. Für das Zwischenmenschliche war das gefährlich. So sieht er es im Rückblick und gesteht selbstkritisch: »Wir haben es nicht gut gemacht.« Noch über den schmerzvollen Bruch hinaus beziehen sich die Schriftsteller in ihren Werken aufeinander, geben sie in ihren Texten innerste Gefühle und Verwundungen preis. Sie hören nicht auf, an den anderen zu denken, sich nach dem anderen zu sehnen. Ingeborg Gleichauf erzählt die Geschichte einer so großen wie unmöglichen Liebe. »Die kluge Biografie von Ingeborg Gleichauf fesselt wie ein Liebesroman.« Brigitte



